01. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Breitbandanschluss

Schnelles Internet ist kein Selbstläufer

Glasfaserkabel unter dem Asphalt und Verteilerkästen in den Straßen machen es möglich: Endlich hat das Breitbandnetz Karben erreicht.
01. Dezember 2017, 16:00 Uhr
Im SeCuZ bei der Nachbereitung des Vortrags (v. l.): Margit Hudert (2. Vorsitzende), Karl-Heinz Klein, Margarete Klein (1. Vorsitzende) und Kassenwartin Christel Wortmann. (jsl)

V or allem Leute, die in älteren Häusern wohnen, sollten vor der Umstöpselung auf High-Speed-Internet genau hinschauen. Die Übertragungsrate (Bandbreite) muss zwingend gemessen werden, damit Klarheit über die wirklich ankommende Geschwindigkeit am DSL-Anschluss herrscht. Ein Glasfaserkabel vor der Haustür gewährleistet nämlich nicht automatisch das Optimum in den eigenen vier Wänden.

 

Aufklärung in technischen Fragen

 

Zu diesem Thema referierte Experte Karl-Heinz Klein beim SeCuZ (Senioren Computer Zentrum) in Klein-Karben. Einige ältere Zuhörerinnen und Zuhörer hatten sich im ehemaligen Rathaus versammelt, um in einem Powerpoint-Vortrag mehr über die Möglichkeiten zu erfahren. Gerade für diese Altersgruppe scheint Aufklärung in technischen Fragen wichtig zu sein.

»Um beispielsweise an einem internetfähigen Fernsehgerät einen Spielfilm per Videostream ruckelfrei anschauen zu können, benötigt man einen Breitbandanschluss«, informierte Gastreferent Klein. »Das alte Schmalbandnetz reicht dazu nicht aus. Von einem Breitbandzugang spricht man ab einer Datenübertragungsrate von 16 Mbit/s (Anmerkung: 16 Megabit pro Sekunde).«

 

Was es zu beachten gilt

 

In Karben seien durch die neu verlegten Kabel jetzt Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit/s möglich, sagte Klein. Rein theoretisch zumindest. Schneller gehe es im Moment nicht. Vor einem Wechsel zum Breitbandanschluss müsse man zunächst aber ein paar Dinge beachten. Eine Frage war, für wen sich ein Wechsel überhaupt lohne. Dazu nannte Klein fünf Punkte: »Wenn mehrere Personen im Haus Internet nutzen, mehrere PCs, Tablets oder Smartphones online gehen, mehrere Fernsehgeräte gleichzeitig laufen, das TV zum Skypen oder als PC genutzt wird. Generell kann man durch das schnellere Internet alle diese Dinge gleichzeitig machen und alles in HD-Qualität.«

 

Fallstricke bleiben unerwähnt

 

Klein weiß, dass die Angebote von Telekom und anderen Anbietern verlockend klingen. Aber er kennt aus eigener Erfahrung auch die Fallstricke, die der Verkäufer am Telefon nicht erwähnt. Es ist nämlich so, dass das Glasfaserkabel nur bei Neubauten direkt ins Haus geht. In allen älteren Häusern, wie es sie in Karben noch zur Genüge gibt, liegen Kupferkabel mit Zwischenleitungen für jedes Stockwerk. An jedem Verteilerpunkt kommt es zu einem Dämpfungseffekt, der sich negativ auf die Datenübertragung auswirkt. Das Entscheidende aber ist, dass Kupferkabel gar nicht breitbandfähig sind. Störungen und Verbindungsabbrüche seien somit programmiert.

 

Empfehlung: Kostenlose Geschwindigkeitsmessung

 

»Vor der Buchung eines Paketes sollte jeder Nutzer eine kostenlose Geschwindigkeitsmessung auf der Seite www.breitband messung.de machen«, empfahl der Referent. »Ein VDSL-fähiger Router ist absolute Voraussetzung, um schnelleres Internet zu erhalten. Bei der Umstellung ist unbedingt darauf zu achten, dass ein Techniker mit rauskommt. Solange der beschäftigt ist, geht nichts im Haus, auch nicht das Telefon. Auf Hiobsbotschaften muss man sich dabei einstellen. Vielen wird bei diesem Termin erst klar, dass die vorhandenen Leitungen nicht ausreichend sind.«

Nach dem Vortrag gingen die Teilnehmer gut unterrichtet nach Hause. Nun kommt es für sie darauf an, zu testen, Angebote zu vergleichen und sich dann zu entscheiden.

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