20. August 2019, 19:32 Uhr

SPD positioniert sich zum Klimaschutz

20. August 2019, 19:32 Uhr

Die Karbener Sozialdemokraten bringen zur nächsten Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 22. August, 20 Uhr, im Bürgerzentrum einen Vorschlag zu einem fraktionsübergreifendem Beschluss zum Klimaschutz ein, kündigen sie in einer Pressemitteilung an. Nachdem die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung verschiedene Anträge der Fraktionen zunächst zurückgestellt hatte, legt die SPD nun einen Vorschlag für einen Beschluss vor. »Dies ist das Ergebnis einer eigens einberufenen Arbeitssitzung, zu der alle interessierten SPD-Mitglieder eingeladen waren«, erklärt Fraktionschef Thomas Görlich und ergänzt: »Die Vorschläge müssen fraktionsübergreifend tragfähig sein.«

Die SPD fordert spürbare Verbesserungen beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dazu gehöre der Vorschlag, dass ein 365-Euro-Jahresticket eingeführt wird. Außerdem müsste das Angebot an E-Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgebaut werden. Die Sozialdemokraten schlagen vor, dass neue kommunale Gebäude (Wohnungen, Kindertagesstätten, Sporthallen, Feuerwehrhäuser usw.) nur noch so viel Energie verbrauchen, wie aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Idealerweise sollten die Gebäude energetisch autark, also auf Energiezufuhr von außen nicht angewiesen sein. Ein großes gemeinsames Ziel sollte sein, den Primärenergieverbrauch in der Stadt bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent zu senken, heißt es in der Mitteilung.

Beim Fuhrpark solle künftig auf mehr Klimaverträglichkeit geachtet werden, indem neue Fahrzeuge nur noch mit elektrischen oder hybriden Antrieben ausgestattet sind. Bei der Erschließung neuer Baugebiete sei nach Meinung der SPD ein Energiekonzept, basierend auf dem neuesten Stand der Technik nötig. Es müsse über Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung, Fotovoltaik und Solarthermie umfassen. Auch E-Ladestationen seien vorzusehen. Und da, wo es städteplanerisch möglich wäre, sollten neue Bäume angepflanzt werden. »Karben soll noch grüner werden«, schreiben die Sozialdemokraten. Sie plädieren dafür, dass für Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe Pflanzkonzepte erarbeitet und in den Stadtteilen mit den Ortsbeiräten abgestimmt und umgesetzt werden. Notwendige Baumfällungen sollen durch Nachpflanzungen kompensiert werden. Es sollten Alleen entstehen,beispielsweise am Klingelwiesenweg zwischen Okarben und Burg-Gräfenrode.

Stadt soll Stelle schaffen

Für diese Mammutaufgabe werde es notwendig sein, auch entsprechende Ressourcen bereitzustellen. Daher beantragt die SPD für die Umsetzung der genannten Klimaziele in Karben eine zusätzliche Vollzeitstelle im Stellenplan der Stadt zu verankern, heißt es in der Mitteilung.

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