04. März 2019, 20:23 Uhr

Rücksicht auf wandernde Kröten nehmen

04. März 2019, 20:23 Uhr
Die Helfer des NABU haben bereits am Wochenende den Krötenzaun zwischen Rendel und Gronau aufgebaut. (Foto: Privat)

Die hohen Temperaturen der letzten Februartage haben die Erdkröten aus ihrer Winterstarre aufwachen lassen, und sie beginnen, in ihre Laichgewässer zu wandern. Die »Krötenretter« des Karbener NABU machten sich deshalb am Samstag auf, um zwischen Gronau und Rendel einen Zaun zu errichten. Amphibien, die in Richtung des Gewässers im Naturschutzgebiet wandern, werden so daran gehindert, die Landstraße zu überqueren, was für viele tödlich enden würde. Durch den Zaun werden sie in eingegrabene Eimer gelenkt, die täglich zweimal geleert werden. Die Tiere werden dann auf der anderen Straßenseite wieder freigelassen und können ungefährdet weiterwandern.

Die vergangenen Jahre wurden so jeweils zwischen 800 und 1500 Kröten transportiert. Rund 20 Freiwillige halfen, den rund 800 Meter langen Zaun aufzustellen. Begleitet wurden sie dabei durch das eifrige Klappern der beiden Gronauer Storchenpaare und durch Gruppen ziehender Feldlerchen, die auch mehrfach ihren Singflug zeigten – deutliche Zeichen für den Frühlingsbeginn.

Über den Ablauf der Krötenwanderung wissen die Naturschützer einiges zu berichten: Sobald die Nachtemperaturen über fünf Grad steigen und die Nächte feucht werden, geht es los. Kröten und Frösche brechen von ihren Winterquartieren auf, um die Laichgewässer zu erreichen. Bei ihrer Wanderung legen die Kröten und Frösche einige Hundert, mitunter sogar über 1000 Meter zurück.

Die Wanderung beginne meistens in der Abenddämmerung und halte die Nacht über an. »Während dieser Zeit sollte jeder Rücksicht auf die wandernden Tiere nehmen«, bittet der Karbener NABU. Man habe die Stadt gebeten, am »Klötzelteich« in Petterweil einen Weg zu sperren, der von dort zum Pfadfinderlager im Lilienwald führt. Die Sperrung solle für den gesamten Verkehr gelten. Denn über den Weg machten sich mehrere Tausend Kröten auf den Weg, um zu laichen. Die Naturschützer bitten, sich an die Sperre zu halten, um die Kröten und Grasfrösche zu schützen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Naturschützer
  • Karben
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos