27. Mai 2019, 20:36 Uhr

Plaudern über Gott und die Welt

27. Mai 2019, 20:36 Uhr
Miteinander essen und ins Gespräch kommen ist das Ziel der Tisch-an-Tisch Aktion in Groß-Karben. (Foto: Georgia Lori)

Die Tisch-an-Tisch-Aktion der evangelischen Kirchengemeinde machte die Kreuzung Kornblumenweg und Am Sonnenberg zu einer »Straße der Begegnung«. Beim Straßenfest gab es die Möglichkeit, sich über »Gott und die Welt« auszutauschen, mit Menschen, mit denen man seit langer Zeit dieselben Wege teilt, ohne sich jemals wirklich begegnet zu sein. »Jeder hat zum Buffet etwas beigetragen und jeder hat Geschirr und Besteck von zuhause mitgebracht«, sagt Waltraud Fehse, Gemeindesekretärin der evangelischen Kirchengemeinde.

Die Vorbereitungen für das Fest wurden vom Abendgottesdienst-Kreis getroffen. Die erste Aktion vor drei Jahren hing mit dem Luther-Jubiläum zusammen. »Damals fehlte ein Angebot, um Menschen miteinander in das Gespräch zu bringen. Bei einem gemeinsamen Essen und Musik ist das gut möglich«, sagt Pfarrer Christian Krüger.

Im Neubaugebiet »Kalkofen« sangen alle zur Gitarrenmusik von Gerhard Zintl, Mitarbeiter der Kirchengemeinde. Viele der Zugezogenen lebten schon zuvor in Karben, nur in anderen Stadtteilen. Sebastian Placzek zog von Okarben nach Rendel, wo er 15 Jahre lebte, und hat sich nun für ein Eigenheim in Groß-Karben entschieden. Erste Adressen und E-Mail-Kontakte mit anderen Häuslebauern tauschte er schon Mitte 2017 während einer Info-Veranstaltung der Stadt zum Baugebiet aus. Placzek findet es interessant zu sehen, was die Nachbarn bauen. Vom Bauhausstil bis zur Stadtvilla sei alles dabei.

»Viele Kontakte mit Nachbarn kommen über die Kinder zustande. Sie spielen zusammen auf der Straße«, sagt er. Der zugesicherte Spielplatz fehle noch im Neubaugebiet. Placzek spricht von 52 Bauplätzen plus Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser und 200 bis 300 Neubürgern. Lisa und Timur Birsin schauen beim Blick durch ihr Fenster direkt auf einen großen Gartenbereich.

Über den Blickkontakt mit den Nachbarn kommen sie miteinander in das Gespräch. Das Paar wohnte schon in Bad Vilbel-Dortelweil, Frankfurt und in Klein-Karben. »Hier wird alles ausgetauscht und geteilt, wie etwa Gartengeräte, das ist das Schöne«, freut sich Timur über den Zusammenhalt. Mit ihren Kindern, drei und sechs Jahre alt, fühlt sich das Paar in Groß-Karben angekommen.

Alltägliche Hilfe

Zareen Decker wohnt seit Oktober 2018 im Neubaugebiet. Mit Hilfe ihrer beiden Kinder knüpft sie Kontakte im Kindergarten und beim Spaziergang durch die Straßen des Nebaugebietes, dass für Karbener Familien ausgewiesen wurde. »Die Tisch-an-Tisch Aktion ist sehr gut, weil man sich mit den Nachbarn austauschen kann«, sagt sie. »Wir waren die Ersten im Neubaugebiet«, verrät Christoph Klüh. Mit seiner Ehefrau Angelica und seinem Sohn zog er bereist im Juni 2018 ein. »Wir lebten auf dem Heilsberg in Bad Vilbel und wollten schon lange ein bezahlbares Eigenheim«, sagt Klüh.

Über alltägliche Hilfestellungen hält er guten Kontakt zu seinen Nachbarn. Er selbst spielt Orgel im Gottesdienst der Gemeinde. Die Aktion wertet er als einen positiven Impuls der Kirchengemeinde, weil diese auf die Menschen zugehe. »Wir sind glücklich darüber, dass wir den Bauplatz bekommen haben. Unser Sohn besucht die Kurt-Schumacher-Schule, meine Frau arbeitet in Karben und ich habe ein Tonstudio im Haus«, sagt Klüh. Es freut ihn, dass keine Investoren im Neubaugebiet bauen und die Stadt es fördert, dass Alt und Jung zusammenwachsen.

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