04. August 2019, 20:11 Uhr

Nun entsteht der 17. Brunnen

Die Karbener sind sehr spendenfreudig. Vor allem, wenn Willi Malcharczik von der katholischen Kirchengemeinde Kloppenheim um Hilfe für Uganda bittet. Dort erhalten arme Schulkinder durch Spenden nicht nur ein warmes Essen, sondern es werden Brunnen erbohrt, damit die Menschen sauberes Wasser haben. Jetzt ist der 17. Brunnen im Bau.
04. August 2019, 20:11 Uhr
Mit Geldern aus Karben werden seit Jahren in Uganda Brunnen gebaut, damit die Menschen dort Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. (Fotos: privat)

Auch Pfarrer brauchen mal Urlaub. Als der ehemalige Pfarrer der katholischen Pfarrei im August in den Ferien weilte, hatte er stets einen Vertreter. Und der kam von weit her, nämlich aus Uganda. Der Geistliche wurde von den Karbenern immer wieder zum Essen eingeladen. Im Jahr 2012 entdeckte er bei einer deutschen Gastgeberfamilie im Garten einen Brunnen. Da reifte in ihm die Idee, in seiner Heimatpfarrei in Uganda durch Brunnenbau für sauberes Wasser zu sorgen. In Willi Malcharczik hatte er in Karben einen aktiven Verbündeten, denn es berührte ihn, dass die Menschen in dem afrikaischen Land kein sauberes Trinkwassser hatten. Seit knapp sieben Jahren läuft die Spendenaktion für den Brunnenbau; in dieser Zeit sind durch Geld aus Karben 16 Brunnen gebaut worden.

Mit diesen 16 Brunnen konnten bisher über 920 Familien oder etwa 10.500 Menschen mit sauberem Wasser versorgt und so vor Krankheiten geschützt werden. Der 17. ist mittlerweile begonnen worden, wie Malcharczik jetzt berichtet hat.

Wie er weiter mitteilt, seien dank eines internen Spendenaufrufs allein seit Mai dieses Jahres sage und schreibe 4359 Euro an Geldspenden eingegangen. 3000 Euro davon für die Herstellung des 17. Brunnens, der den Namen des edlen Spenders erhält. Dieser Brunnen wird in einem der 43 Dörfer, die zur Pfarrei Mubende gehören und noch kein »sauberes Wasser« hat, gerade errichtet.

Warmes Essen für 1500 Kinder

Und die Menschen spenden weiter für das Proijekt, wie der Seniorenbeauftragte der Gemeinde berichtet. 4800 Euro habe er jüngst an die Misereor-Organisation geschickt, über die die Aktion läuft. Ein Spender aus Petterweil habe allein 500 Euro gespendet. »Die Aktion ist sehr erfolgreich«, freut sich Malcharczik, der mit dem dortigen Pfarrer Bonabantu weiterhin telefoniert und im E-Mailkontakt steht.

»Bis Oktober wird uns Bonabantu genau nachweisen, wofür wieviel ausgegeben wurde, so dass wir einen lückenlosen Nachweis über die Verwendung der Spenden aus Karben haben«, freut sich Malcharczik.

In der Aufstellung werden gewiss die Beträge verzeichnet sein, die in Uganda für die Schulspeisung ausgegeben werden. Denn das ist die zweite Aktion aus der Pfarrgruppe Karben. Durch sein zweites Projekt »Schulspeisung«, war es in den letzten Jahren möglich, etwa 1500 Kindern täglich ein warmes Mittagessen zu geben, was für viele Kinder die einzige warme Mahlzeit am Tage war und ist. Außerdem haben einige bedürftige Kinder und Jugendliche einen Zuschuss zum Schulgeld erhalten, denn »Bildung ist der einzige Weg aus der Armut«. Bedenkt man, dass jeder der 16 Brunnen 3000 Euro gekostet hat, so kommt für Brunnenbau und Schulspeisung bis zum heutigen Tag ein Betrag von über 50.000 Euro zusammen, der an Spendengeldern von Karben nach Uganda geflossen ist.

Weitere finanzielle Unterstützungen für die beiden Preojekte sind weiterhin möglich über: Katholische Kirchengemeinde St. Joh. Nepomuk, Kloppenheim, IBAN: DE61 5019 0000 4101 2404 15, BIC: FFVBDEFF, Stichwort: Uganda. Eingegangene Spenden werden über Misereor Aachen an die Heimatpfarrei von Pfarrer Bonabantu in Uganda weitergeleitet.

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