05. September 2019, 19:56 Uhr

Nidda-Debatte schlägt Wellen

05. September 2019, 19:56 Uhr
Hier, nahe der Burg, sollte das begehbare Niddaufer entstehen. »Geht nicht«, sagt der Magistrat. »Gottfried Lehr findet schon einen Weg«, sagt Jens Völker. (Archivfoto: ags)

443 Personen haben bisher die Online-Petition unterzeichnet. Diese soll durchsetzen, dass das »Naturerlebnis Nidda« doch noch durchgesetzt wird. Dass das Projekt eine forsche Absage vom Magistrat erhielt, war nun Thema im Ausschuss.

Was bisher geschah: Der Gewässerökologe und Nidda-Experte Gottfried Lehr hatte eine Idee. Um die Nidda für Bad Vilbeler Bürger und Besucher erlebbar zu machen, sei es doch eine gute Idee, auf Höhe der Wasserburg das Ufer abzuflachen, und mit Info-Tafeln und Sitzgelegenheiten einen schönen Ort zum Verweilen zu kreieren. Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss diskutierte vor der Sommerpause, und beschloss, den Magistrat mit einer Prüfung des Vorhabens zu beauftragen. Zurück kam eine Absage.

Minkel verlässt den Raum

Dieses plötzliche Ende der Prüfung war nun Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Stadtrat und Stadtwerkechef Klaus Minkel (CDU) schildert dort ausführlich, welche Probleme aus seiner Sicht gegen das Vorhaben sprächen. So lägen im betroffenen Bereich zwei sogenannte Düker, also Rohrleitungen, die unter der Nidda durchführen. Und auch, dass Bäume und Büsche der Begehbarmachung weichen müssten, sei dem Stadtrat ein Dorn im Auge: »Das ist die wichtige Randbegrenzung des Parks. Darin würde unwiderruflich eine Lücke gerissen werden.«

Zudem müsse der Fußweg verlegt werden, was ein unansehnliches Knäuel mit dem Radweg bilden würde. Minkel schlägt daher vor, das »Nidda-Erlebnis« nördlich der Büdinger Straße umzusetzen: »Wir haben die Chance, die Fläche dort aufzuwerten, der Burgpark ist ohnehin reich an Attraktionen.«

Den Ausschussvorsitzenden und Parteikollegen Jens Völker kann diese Erklärung nicht zufriedenstellen. Er erinnert daran, dass der Magistrat lediglich mit einer Prüfung des Vorhabens beauftragt worden sei: »Wir wollten Zahlen und Fakten, auf deren Grundlage wir als zuständiger Ausschuss darüber diskutieren können. Der Magistrat wurde nicht damit beauftragt, einen Alternativstandort auszuwählen.«

Dass statt Informationen eine rasche Absage erfolgte, kann Völker nicht auf sich sitzen lassen. »So wie ich Gottfried Lehr kenne, fällt ihm sicher etwas ein, um um die Düker herumzubauen«, erinnert Völker an Lehrs bewährten Pragmatismus. »Einfach zu sagen, dass das nicht ginge, halte ich für falsch.«

Minkel entgegnet, sehr wohl Fakten geliefert zu haben, »die haben Ihnen bloß nicht gefallen«. Als Völker abermals sein Missfallen am Vorgehen des Magistrats ausdrückt, beendet Minkel die Diskussion, indem er aufsteht und den Raum verlässt.

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