06. Januar 2018, 12:00 Uhr

Karben

Neuer Stadtpolizist im Dienst

Die Karbener Stadtpolizei rüstet personell auf. Andreas Walter hat seinen Dienst zu Beginn des Jahres begonnen. Die Stadt will nun verstärkt gegen Falschparker und Randalierer vorgehen.
06. Januar 2018, 12:00 Uhr
Andreas Walter aus Münzenberg verstärkt ab sofort die Karbener Stadtpolizei. Seit Jahresbeginn ist er in der Stadt unterwegs. (Foto: pe)

Im Sommer bietet sich auf den Spielplätzen das gleiche Bild: Flaschen, Scherben und Zigarettenkippen liegen herum, und jede Menge Müll. Jeden Montag zieht ein Bauhofteam durch die Stadt, um die Hinterlassenschaften von Jugendtreffen zu beseitigen. Das hat Bürgermeister Guido Rahn schon vor über einem Jahr beklagt. Ebenso ist den Verantwortlichen ein Dorn im Auge, dass an Wochenenden die Zahl der Falschparker drastisch zunimmt. Zudem nutzen viele auch verbotene Wege: Sie fahren mit dem Auto auf dem Damm der Nidda durchs Naturschutzgebiet. Hinzu kommen Hundebesitzer, die ihre Tiere ohne Leine frei durch die Natur laufen lassen.

Bislang hatte die Stadtpolizei kein Personal, um gegen all diese Ordnungswidrigkeiten vorzugehen. Das wird in diesem Jahr anders. Denn die Ordnungshüter haben Verstärkung erhalten. Andreas Walter heißt der Neue in der Uniform, der im Team von Fachdienstleiter Uwe Axtmann mitarbeiten wird.

Von Neu-Anspach nach Karben

 

Der 34-Jährige wohnt in Münzenberg und hat sich auf die Stelle beworben. »Dessen Profil passte exakt zur Stelle«, sagt Fachdienstleiter Axtmann. Walter ist gelernter Schreiner, hat aber vor zehn Jahren umgeschult. Im September 2007 bewarb er sich beim Frankfurter Straßenverkehrsamt und war dort zur Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs eingesetzt. Nach drei Jahren wechselte er nach Neu-Anspach ins Ordnungsamt, ließ sich aber 2012 näher an seinen Heimatort versetzen. In Butzbach blieb er allerdings nicht lange, »das war mir zu nahe an meinem Wohnort«. Es habe ihm nicht gefallen, dass er Einsprüche von Bürgern in seinem Briefkasten gefunden habe. Er ging zurück in die Taunusgemeinde. Von dort kam er zum 1. Januar nach Karben.

 

Vielfältige Aufgaben

 

Hier warten vielfältige Aufgaben auf ihn. Denn Axtmann will Walter nicht nur zur Verkehrsüberwachung einsetzen, sondern auch als Feldschütz. »Da waren wir lange nicht präsent«, gibt Axtmann zu. Das ist auch kein Wunder, denn durch Krankheiten, Urlaub, Sonderdienste beim Klein-Kärber Markt oder an Wochenenden, waren die Stadtpolizisten mächtig gefordert. Mitte 2016 hatten die Verantwortlichen öffentlich gemacht, dass die Polizei an der Kapazitätsgrenze sei. Das hat auch mit dem Stadtwachstum zu tun. Immer mehr Baustellen, die überwacht werden müssen, gehören gleichfalls zum Sachgebiet der Stadtpolizei.

All diese Tätigkeiten sollen dem Neuen jetzt nähergebracht werden. Axtmann hat mit ihm zunächst die Gemarkung abgefahren, um ihm sein Einsatzgebiet zu zeigen. Die ersten Diensttage hat er im Büro des Fachdienstleiters verbracht. Das befindet sich im Feuerwehrstützpunkt. Ein passender Ort. Denn Axtmann ist ebenso Mitglied der Feuerwehr wie Andreas Walter. Denn auch das hat seine Einstellung forciert. Die Stadt setzt nämlich zur Aufrechterhaltung der Tagesalarmstärke nun verstärkt auf Leute aus den eigenen Reihen. Der heutige Oberlöschmeister Walter ist seit seinem zehnten Lebensjahr bei der Münzenberger Feuerwehr. »Ich habe auch Speziallehrgänge absolviert und kann die Feuerwehr unterstützen.«

 

Bald auf Streife

 

Kommende Woche wird der neue Stadtpolizist mit Heiko Lehnkering unterwegs sein. Der soll ihm die Messanlagen zeigen. Das sind neben dem stationären Blitzer an der B 3 auch zehn graue Kästen zur Verkehrszählung. In der dritten Woche soll der Neue mit Jörg Witzenberger auf Streife gehen und das Parken und die Baustellenabsicherungen kontrollieren.

Dass er vermutlich viel zu tun habe, mache ihm nichts aus, erklärt der 34-Jährige, der in seiner knappen Freizeit gerne zum Eishockey zum EC Bad Nauheim geht. Ansonsten verbringt er seine Zeit bei Polizei und Feuerwehr. »Ich habe praktisch immer eine Uniform an.«

Kommentar

Den Druck erhöhen

Dass sich die Karbener Polizei personell verstärkt, ist gut und wichtig. Denn immer mehr Zeitgenossen meinen, sich gerade an Wochenenden daneben benehmen zu müssen. Zudem wächst die Zahl der Falschparker, die Feuerwehr und Rettungswagen behindern. Auch in der Feldgemarkung sind viele unterwegs, die sich an keine Regeln halten. Außer dem neuen Stadtpolizisten sollen bald private Sicherheitskräfte für Ordnung sorgen. Die Stadt demonstriert Stärke. Das ist ein lange überfälliges Signal an alle Uneinsichtigen.

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