18. November 2019, 17:00 Uhr

Jugendclub wiedereröffnet

Neuer Anlauf mit neuem Gesicht

Lange Zeit war es still gewesen im und um den Jugendclub Groß-Karben. Doch jetzt soll es mit dem Jugendtreff an der Windbahn des Degenfeldschen Schlosses wieder aufwärts gehen - frisch renoviert und mit einer neuen Jugendarbeiterin.
18. November 2019, 17:00 Uhr
Die neue Mitarbeiterin im Team der Karbener Jugendpflege heißt Carolin Thon (Mitte). Stadträtin Heike Liebel und Stadtjugendpfleger Thomas Frühauf haben sie vorgestellt. Und ebenso die frisch renovierten Räumlichkeiten des Jugendclubs Groß-Karben. (Foto: pe)

W er ins Archiv schaut und nach Artikeln über den Jugendclub Groß-Karben sucht, wird im Jahr 2015 fündig. Da hatte es erste Gerüchte gegeben, der Jugendclub werde geschlossen. Seinerzeit befasste sich der Ausschuss für Jugend und Soziales mit dem Club, der dort seit über vier Jahrzehnten besteht. Die Grünen hatten einen Antrag eingebracht, in dem sie das Wort Schließung zwar vermieden, in dem aber unterstellt wurde, aus Sparsamkeitsgründen könne das Parallelangebot zwischen diesem Jugendclub und dem Jugendkulturzentrum am Selzerbrunnen nicht aufrecht erhalten werden.

Der Club lief dann noch einige Zeit weiter, war aber nie offiziell geschlossen worden. »Die Jugendlichen sind älter geworden«, sagt Jugend- und Sozialstadträtin Heike Liebel (CDU). Die damaligen Besucher seien altersmäßig herausgewachsen. »Der Club war längere Zeit verwaist«, formuliert es Stadtjugendpfleger Thomas Frühauf. Das nutzte die städtische Jugendpflege, um eine andere Zielgruppe für den Club am Seiteneingang des Schlosses zu definieren. Von der Schulsozialarbeit habe man vor längerer Zeit den Hinweis erhalten, dass es Angebote für die Fünft- und Sechstklässler geben müsse.

Ideen der Jugendlichen gefragt

So hat die Stadt die drei Räume des Clubs renoviert. Das alte Mischpult auf der Empore wurde abgebaut und aus dem Bereich ein Ecke zum Chillen gemacht. Geht man von dort die drei Treppen hinunter, »wäre hier ein Raum, um sich zu bewegen«, sagt Frühauf. Zudem hat man die Technik abgespeckt, indem die Boxen entfernt worden sind. Im Flur an der Tür steht ein Tischkicker, und im dritten Raum ist eine Theke errichtet worden. Die Neugestaltung und Renovierung - Anstrich der Wände und neuer Bodenbelag inklusive - hat das städtische Immobilienmanagement vorgenommen. »Die Stadt hat hier 20 000 Euro hineingesteckt«, informieren die Stadträtin und der Jugendpfleger.

Nicht nur die Renovierung der Räume markiert einen Neuanfang, sondern auch die Einstellung einer neuen pädagogischen Kraft, die den Club betreut. »Sie soll das Gesicht des Jugendclubs werden«, betont der Leiter der Stadtjugendpflege. Die Neue im Team heißt Carolin Thon und stammt aus Nidderau. Die 24-Jährige hat eine fundierte Ausbildung in der Jugendarbeit. Nachdem sie in Hanau an der Fachoberschule für Gestaltung im Jahr 2013 ihr Fachabitur abgelegt hatte, hat sie an der Fachhochschule Frankfurt soziale Arbeit studiert. Dem Bachelor-Abschluss folgte ein Anschlussstudium an der Hochschule in Darmstadt, wo sie die Masterprüfung absolvierte. Ihr Anerkennungsjahr hat sie bei der Stadt Nidderau absolviert. Dabei war sie nach eigenen Angaben in der offenen Jugendarbeit tätig.

Das kommt ihr nun an ihrer neuen Wirkungsstätte im Schloss in Groß-Karben zugute. »Wir haben die Räume extra relativ neutral renoviert, damit wir die Ideen der Jugendlichen aufgreifen können«, sagt Frühauf. Einige dieser Ideen hat Carolin Thon gesammelt; die jungen Leute haben sie während des Martinimarktes im Hof des Schlosses mit Filzschreiber eingetragen. Da finden sich unter anderem neue Spiele, Karaoke und auch freies W-Lan. Es taucht auch der Wunsch auf, Musik auszusuchen. Mit Musik sind die jungen Leute bei der neuen Jugendarbeiterin genau richtig. Denn Musik stellt einen ihrer Schwerpunkte dar. »Ich spiele selber Gitarre«, sagt sie. Die Neue hat einen bunten Flyer entworfen, der auf der einen Seite für den Groß-Karbener Jugendclub wirbt, auf der anderen für das Jukuz. Dort ist sie verantwortlich für das Jugend-Café. Freitags hat es von 15 bis 21 Uhr geöffnet.

Frühauf betont, man wolle im Club in Groß-Karben klein anfangen »und dann sehen, wie sich alles entwickelt«. Die neue Zielgruppe seien junge Leute ab dem zehnten Lebensjahr. Viele haben anlässlich des Martinimarktes schon mal dort hineingeschnuppert. Demnächst werden es vielleicht noch mehr sein. Denn Carolin Thon hat an die jungen Leute der KSS-Jugendorchester Gutscheine für Kindercocktails verteilt. Am Samstag wurde schon mal kräftig gemixt: 95 Gläser voll hat sie ausgeschenkt.

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