02. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Kita »Wirbelwind«

Neue Leiterin, neues Konzept

In der städtischen Kindertagesstätte »Wirbelwind« im Klein-Karbener Lindenweg hat sich seit Beginn des Kindergartenjahres einiges geändert: Es gibt eine neue Chefin, und das pädagogische Konzept wurde verändert.
02. Dezember 2018, 12:00 Uhr
Fröhliche Wirbelwind-Kinder mit Erzieherinnen und der neuen Kita-Leiterin Anne Goldermann (l.). Sie ist, wie sie sagt, noch in der Orientierungsphase. (Foto: pe)

E s ist kalt an diesem Vormittag, die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte sind warm eingepackt und gehen gerne mit nach draußen. Denn der Mann von der Zeitung ist da und will ein Foto machen. Rasch sind die Kinder auf das Klettergerüst gestiegen, schauen aus der Hütte heraus und winken fröhlich in die Kamera. Dabei gilt das Hauptinteresse einer Frau, die neben dem großen Spielgerät steht. Es ist die neue Leiterin der Kita »Wirbelwind«, Anne Goldermann.

Seit wenigen Wochen hat sie ihr Büro in der Einrichtung im Birkenweg bezogen. »Ich bin noch ein wenig in der Orientierungsphase«, sagt sie. Viele Kinder kennt sie schon mit Vornamen, die Nachnamen muss sie sich aber noch aneignen. Bei all dem kann ihr die stellvertretende Leiterin Sabrina Jöckel helfen. Sie gehört schon, wie man so schön sagt, zum Inventar dieser Kita, kennt alles aus dem Effeff. Auch sonst erfährt die Neue viel Unterstützung. »Das zehnköpfige Team sei »ganz super«, sagt die neue Chefin, die als Nachfolgerin von Susanne Bauer zum 1. November in diese Einrichtung gekommen ist. Die Diplom-Pädagogin hat ihre erziehungswissenschaftliche Ausbildung in Marburg absolviert. Danach hat sie, seit 2007, an verschiedenen Einrichtungen in Frankfurt gearbeitet. »Aber ich habe eine neue Herausforderung gesucht und wollte eine größere Einrichtung leiten«, sagt die 39-Jährige, die lange Jahre in der Nähe von Hanau gelebt hat und in der Kesselstadt auch zur Schule gegangen ist.

Erfahrungen in Frankfurter Einrichtung gesammelt

Dann habe sie die Stellenausschreibung der Stadt Karben gelesen und sich beworben. Als sie dann zum Vorstellungsgespräch gekommen sei, habe sie »gleich das Gefühl gehabt, dass es mir hier gefällt«. Die Mitarbeiter hätten eine »tolle Art, miteinander und mit den Kindern umzugehen«. Seit dem Jahr 2011 hat Goldermann in einer Frankfurter Kinderbetreuung eine Führungsposition innegehabt. »Das war für uns wichtig bei ihrer Einstellung«, sagt die Fachbereichsleiterin Kinderbetreuung, Heike Herrmann.

Nicht nur an der Spitze ist die Kita mit ihren 69 Kindern und 16 U3-Kindern neu aufgestellt. Die Einrichtung ist mit Beginn des neuen Kindergartenjahres auch pädagogisch umgestellt worden. Vor August hatte es offene Gruppen gegeben. Von dem Konzept sei man bei dessen Einführung überzeugt gewesen. Aber die Praxis habe letztlich in den vergangenen Jahren gezeigt, »dass das System nicht mehr gestimmt hat«. So habe das offene Konzept mit »Bezugserzieherinnen« für viel Unruhe in der Kita selbst und bei den Kindern gesorgt, umreißt Herrmann eines der Probleme. »Die Kinder konnten sich bestimmten Anforderungen besser entziehen und sind zwischen den Angeboten viel hin- und hergelaufen.« Zudem sei von den Schulen die Rückmeldung gekommen, dass die »Wirbelwind«-Kinder nicht die verlangten Voraussetzungen mitbringen würden. »Heute ist für die Kinder alles viel übersichtlicher«, sieht Herrmann die Vorteile. So gebe es etwa feste Zeiten für das Frühstück. Man habe feste Bastel- und Mal-Angebote. Zu den Aktivitäten gehören auch Themen, wie etwa Feiertage. Es gibt für die »Wackelzahn«-Gruppe eine Waldwoche, aktuell läuft ein Medienprojekt, aber auch Sport- und Kunstprojekte werden angeboten. Nicht zu vergessen das Mukita-Projekt, musikalische Erziehung in der Kita.

Mit Elternbeirat abgesprochen

Das neue pädagogische System sei mit dem Elternbeirat und den Eltern besprochen worden. Schon nach kurzer Zeit habe sich die Umstellung bewährt, sagt die Fachbereichsleiterin. »Deshalb werden wir es in der Rahmenkonzeption für die städtischen Kitas komplett streichen«, kündigt sie an.

Und für die neue Kita-Leiterin ist sie zuversichtlich, dass sie länger bleibt. Das anzunehmen, hat die Fachbereichsleiterin guten Grund. Denn gerade eben ist Anne Goldermann nach Karben gezogen. »Das ist einfach eine schöne Stadt. Und da ich sehr naturverbunden bin, freue ich mich auch über die schöne Natur hier.«

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