22. November 2017, 07:00 Uhr

Ortsdurchfahrt Klein-Karben

Nächste Vollsperrung kommt

Wird die Ortsdurchfahrt Klein-Karben erneuert, kommt die Vollsperrung, das scheint nun klar zu sein. Derzeit werde noch geprüft, was alles erneuert wird, denn auch einige Kanäle sind marode.
22. November 2017, 07:00 Uhr
Häufig geflickt: Die Rendeler Straße ist sanierungsbedürftig. (Foto: pe)

Überraschung im Ortsbeirat Klein-Karben. Erster Stadtrat Friedrich Schwaab hat bekannt gegeben, dass die geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt Klein-Karben »nur unter Vollsperrung möglich« sein werde. Bislang war man davon ausgegangen, dass der Verkehr mit einer Baustellenampel einseitig vorbeigeleitet werden kann.

Sanierung 2018

Wie berichtet, soll die Landesstraße 3205 (Rendeler Straße) im kommenden Jahr zwischen dem Bereich Gehspitze/Breul und dem Ortseingang Rendel saniert werden. Die Landesbehörde Hessen-Mobil teilte mit, der zu sanierende Abschnitt sei 2,5 Kilometer lang. Vorgesehen sei die »Erneuerung der Fahrbahndecke«. Details würden noch mit der Stadt abgestimmt.

Fahrbahn ist ein Flickenteppich

Die Straße gleicht in weiten Teilen einem Flickenteppich. Immer wieder wurden schadhafte Stellen nur notdürftig und häufig mit Kalt-Asphalt zugeschmiert. Bislang war das erforderliche Geld aber nicht in der Landeskasse vorhanden. Zudem überlegte die Stadt, diese Straße zu erwerben und sie zur Stadtstraße herabzustufen. Ähnlich wie in der Ortsdurchfahrt Groß-Karben (Bahnhofstraße) geschehen, wo die Stadt die Straße nun allein nach ihren Vorstellungen saniert. Doch das Land wollte der Stadt die Straße nur komplett überlassen, also zwischen Rendel Ortseingang bis hin zum Knoten 2, der Kreuzung mit der B 3. Damit aber hätte die Stadt auch die Verantwortung für die beiden Brückenbauwerke, die sie möglicherweise auf eigene Kosten noch sanieren müsste. Bürgermeister Guido Rahn hatte bereits in der jüngsten Stadtverordnetensitzung wenig Neigung gezeigt, die Straße komplett in städtischen Besitz zu nehmen. »Wir wollen diese Straße nicht in dieser Größenordnung übernehmen«, sagte Schwaab während der Ortsbeiratssitzung. Dass er sich überhaupt zu einem so frühen Zeitpunkt geäußert hat, ist auf die Anfrage des Ortsvorstehers Christian Neuwirth zurückzuführen. Er hatte etliche Fragen dazu formuliert.

Fördermöglichkeiten werden geprüft

Schwaab sagte, die Stadt prüfe, welche Fördermöglichkeiten es gebe, denn geplant sei gleichzeitig die Sanierung der Gehwege. Die Straßenbaubehörde Hessen-Mobil hatte gegenüber der Stadt lediglich die Sanierung der Fahrbahn angekündigt. »Die Idee ist nun, ob wir die Bushaltestellen barrierefrei umbauen.« Derzeit klärten die Stadtwerke durch Bohrungen, welche Kanäle saniert werden müssen. Hier konnte Schwaab bereits mitteilen, dass die Kanäle zwischen der Einmündung Ellernstraße und dem Ortsausgang Klein-Karben saniert werden müssten. Hier müssten sowohl die Kanäle als auch die Frischwasserleitungen ausgetauscht werden.

Hessen-Mobil will nicht grundhaft sanieren

Hessen-Mobil wolle die Straße nicht grundhaft sanieren, sondern lediglich eine Binderschicht und eine neue Fahrbahndecke aufbringen. Nur in Rendeler Gemarkung müsse die L 3205 grundhaft saniert werden.

Auf weitere Fragen teilte Schwaab mit, dass die Arbeiten für den Abschnitt zwischen Rendel und dem Ortseingang Klein-Karben in den Sommerferien 2018 vorgesehen seien. »Voraussetzung ist allerdings, dass bis dahin die Kreisstraße 246 nach Heldenbergen wieder geöffnet ist.« Da diese Straße zurzeit gleichfalls saniert wird und voll gesperrt ist, fließt der Umleitungsverkehr durch Rendel und Klein-Karben.

 

Vorschlag: Pförtnerampel

 

SPD-Beirat Jochen Schmitt regte an, zunächst einmal müsse die Grundsatzfrage geklärt werden, ob die Stadt diese Straße nicht doch in ihr Eigentum bringen wolle. »Dann hätten wir ganz andere Einflussmöglichkeiten.«

Besucherin Ulrike Loos regte an, man könne analog zu Büdesheim eine Pförtnerampel installieren, damit der Verkehrsfluss beruhigt werde. Zudem müsse geklärt werden, »wo die Fahrräder hin können«. Schwaab sagte, zu diesem frühen Zeitpunkt könne er noch keine detaillierten Angaben machen. Es werde zurzeit auch über die geplante Umleitungsstrecke nachgedacht. Dies gelte auch für den Stadtbus. Der Stadtrat verwies auf den Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur, in dem dieses Thema zunächst behandelt werden solle. Die Ortsbeiräte forderten jedoch, die Planung müsse vor Ort vorgestellt werden.

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