10. Januar 2019, 20:38 Uhr

Mit der Machete zur Süßigkeit

10. Januar 2019, 20:38 Uhr
FEI
Moderator Jürgen Bluhm bricht eine Kakaofrucht mit Hilfe einer Machete auf. (Foto: fei)

Dass Schokolade weit mehr ist als nur ein leckerer Snack, bewies Reiseführer Jürgen Bluhm am Dienstag bei einer großen Leinwand-Show. Das Publikum erhielt spannendes Wissen rund um Schokolade und deren Produktion und zum Abschluss – natürlich – Schokolade.

Wer den kalten und dunklen Winter Deutschlands nicht mehr sehen kann und einen süßen Zahn für Schokolade hat, der war hier goldrichtig: Unter dem Titel »Soirée Chocolat – Abenteuer Schokolade« nahm der Reiseführer und Schoko-Experte Jürgen Bluhm die Besucher am Dienstag mit auf eine süße Reise. Denn bei seiner Multivisions-Show im Kultur- und Sportforum in Dortelweil wurden sämtliche Sinne miteinbezogen – und vor allem der Geschmackssinn. Seinen Vortrag teilte Bluhm in zwei Teile. Im ersten Part erzählte er seinen Zuschauern von dem natürlichen Lebensraum der Kakaopflanze. »Der Kakaobaum wächst im Amazonas-Regenwald. Die Pflanzen tragen ihre Blüten, aus denen später die Frucht wächst, direkt am Stamm«, erzählte er. Danach blickt er auf den Beginn des Schokoladenverzehrs zurück. »Bei den alten Maya vermischte man die Schokolade mit Mais. Das hat einen dann den ganzen Tag satt gehalten.«

Glücksgefühle zum Essen

»Der Vortrag ist sehr informativ. Man erfährt sehr viel über die Ursprünge der Schokolade. Allgemein ist das Thema Schokolade sehr faszinierend. Ich bekomme immer Glücksgefühle, wenn ich ein Stück esse«, erklärte Besucherin Gertrud Deweil. Die Werbung für die »Soirée Chocolat« von Fernweh-Winter hat sie an einer Litfaß-Säule entdeckt.

In der Pause wurde es schließlich spektakulär: Mit einer Machete zerteile Bluhm eine Kakaofrucht und verteilte anschießend mit Schokolade überzogene Obstspieße.

Den zweiten Teil seines Vortrages begann der Moderator mit einer weiteren Kostprobe, die an jeden im Publikum verteilt wurde. In einer Holzschüssel lagen Kakaobaumsamen, Kakaobohnen, Kakaobruch sowie weiße, hellbraune und Bitterschokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil. Nach und nach wurden die einzelnen Bestandteile verkostet, während Bluhm Wissenswertes drüber berichtete. Besucherin Patricia Stähler-Plano stellt selbst Schokolade her und besuchte die Veranstaltung aus Überzeugung: »Ich möchte, dass mehr Leute über den Tellerrand hinausblicken und ihren Horizont erweitern. Sie sollen für einen fairen Handel der Schokolade sensibilisiert werden. Außerdem interessiere ich mich für die Herstellung der Schokolade, und die Informationen fehlten mir noch.«

Zu guter Letzt wies Bluhm auf die Missstände in der Schokoladenherstellung hin. »Die Menschen werden oft nicht richtig bezahlt und es werden Kinder unter missbräuchlichen Bedingungen zum Arbeiten gezwungen.« Dabei rief Bluhm zum Kauf von fair produzierter Schokolade auf.

Wer nach der Veranstaltung noch nicht genug von leckerer Schokolade hatte, konnte sich diesen Wunsch gleich vor Ort erfüllen. So konnten die Besucher nach der Veranstaltung die »Tolle Tüte« kaufen. In dieser befindet sich unter anderem eine fair produzierte Tafel Schokolade. Der Erlös wird an ein Rehabilitationszentrum für körperlich beeinträchtigte Kinder und Jugendliche in Nicaragua gespendet.

Lob der Besucher

Die Veranstalter Fernweh-Winter verlosen bei jeder Veranstaltung Karten für das nächste Event. Bei der letzten Veranstaltung kann eine Reise für zwei Personen nach Island gewonnen werden.

Michael Wahl aus Rüsselsheim fand die »Soirée Chocolat« ausgezeichnet. »Der Vortrag ist sehr lebhaft gestaltet und wir saßen in der ersten Reihe. Da hatten wir einen ausgezeichneten Blick.« Gemeinsam mit seiner Frau besucht er jeden der Fernweh-Winter- Vorträge und hat auch bereits selbst beim Gewinnspiel gewonnen.

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