20. September 2016, 12:00 Uhr

Miss Wetterau aus Niedernberg

Bad Vilbel (fkl). Den ersten Platz belegt unsere Startnummer 2, Alina Simon«, ruft Moderator Lutz Riemenschneider. Freudestrahlend tritt die junge Frau mit den langen, blonden Haaren im roten Kleid nach vorne. Unter großem Applaus legten ihr die Helfer eine Schärpe um. Eine silberglitzernde Krone schmückt nun das Haar. Es folgt ein besonderer Moment, Alina Simon bewegt sich zum Hit von Whitney Houston »One Moment In Time« an diesem Sonntag ein letztes Mal über den Laufsteg. Also Bonbon für ihren Erfolg: Sie wurde soeben als Miss Wetterau 2016 gekürt.
20. September 2016, 12:00 Uhr
Dauerheim_ines
Von Ines Dauernheim
14 junge Frauen treten zur Wahl zur Miss Wetterau an. (Foto: fkl)

Schon einige Stunden früher begann der Wettbewerb für die 14 Teilnehmerinnen im Brunnencenter. Dort war ein langer Laufsteg aufgebaut. Aus Lautsprecherboxen dröhnte Musik. Zuerst zeigten die Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren Mode aus den Geschäften des Brunnencenters, zum Start des Oktoberfestes durfte eine Dirndl-Kollektion nicht fehlen. Danach wurde es ernst: In zwei Wertungsdurchgängen präsentierten sich die Teilnehmerinnen zuerst in schicker Abendgarderobe und anschließend in Bademode.
Nachdem sie sich der Jury und dem Publikum kurz vorgestellt hatten, liefen die jungen Frauen – die meisten von ihnen erstaunlich routiniert – in High Heels über den Laufsteg. Eine Jury aus verschiedenen Prominenten, etwa Schauspieler Prashant Prabhakar (Stromberg), die amtierende Miss Südwestdeutschland, Camilla Schenkel, und der amtierende 3. Mister Germany, Mathias Baron, vergab Punkte für das Auftreten der jungen Damen. Eventmanager und Choreograf Lars Koehl erklärte, welche Kriterien für ihn bei der Entscheidung wichtig sind: »Es geht mir in erster Linie um Ausstrahlung und Präsenz: Fühlt die Frau sich wohl. Erst sekundär schaue ich auf die Figur.«
Mit 440 Punkten lag die 17-jährige Schülerin Alina Simon schließlich klar vor der Zweitplatzierten Monja Möser (20), die 340 Punkte erreichte. Knapp war die Entscheidung zwischen der Drittplatzierten Jenny Gumpp (26) mit 300 Punkten und der Viertplatzierten Vivian Herrmann (25) mit 290 Punkten. Sie wurden mit verschiedenen Preisen, etwa von »Porta Möbel« und dem Brunnencenter, belohnt. Die Qualifikation für die Miss-Wahlen in ihrem Bundesland war ebenfalls allen vier Siegerinnen sicher. Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, war es nicht nötig im Wetteraukreis zu Hause zu sein. Das ist der Grund, warum die Miss Wetterau 2016 aus Niedernberg südlich von Aschaffenburg kommt.
Alina Simon, die gerne Sport treibt, freute sich über ihren Erfolg: »Ich fühle mich super.« Nachdem sie bei der Wahl zur Miss Aschaffenburg vor einer Woche nicht platziert wurde, darf sie nun als Miss Wetterau bei der Wahl zur Miss Bayer und Miss Süddeutschland antreten. Die zweitplatzierte Studentin Monja Möser aus dem Vogelsbergkreis erzählte: »Ich mache das als Hobby, weil man viele neue Leute kennenlernt.« Ein bisschen modele sie nebenbei: »Aber nur für Fotos, für den Laufsteg bin ich zu klein.« Auch die drittplatzierte Jenny Gumpp, Sozialarbeiterin aus Frankfurt, könnte sich das vorstellen: »Ich wollte schon immer mal modeln.« Bald steht für die beiden die Wahl zur Miss Hessen an. Wer in diesem Wettbewerb erfolgreich ist, hat die Chance Miss Germany zu werden. »Das wäre ein Traum«, sagte Gumpp.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos