05. November 2019, 20:07 Uhr

Mietwohnungen mit Fernblick

Viele in Bad Vilbel ansässige Firmen haben kürzlich Post vom Eigenbetrieb der Stadtwerke erhalten. Im Umschlag waren Informationen zu den drei Mietshäusen, die der stadteigene Immobilien-betrieb gerade in Dortelweil errichtet. Denn die teureren Wohnungen sind noch zu haben - für Menschen, die in der Stadt arbeiten.
05. November 2019, 20:07 Uhr
Terrasse mit Aussicht: Der technische Leiter der Stadtwerke, Klaus Rotter, und Werkleiter und Stadtrat Klaus Minkel präsentieren die Penthouse-Wohnungen mit Blick über Dortelweil-West. (Foto: Pegelow)

Wäre an diesem Morgen kein Nebel gewesen, man hätte weit über die Stadt blicken können. Aber auch so ist der Ausblick von der Terrasse der Penthouse-Wohnung nicht übel. Die Dächer von Dortelweil-West sind ebenso zu sehen wie das viele Grün. »In Dortelweil verlaufen drei grüne Finger quer durch das Gebiet«, sagt Stadtwerke-Werkleiter Klaus Minkel. »Wir kommen hier auf über 20 Prozent Grünfläche.«

Wer einen solchen Ausblick dauerhaft genießen will, muss bei den Stadtwerken eine Wohnung mieten. Denn der »Ausguck« gehört zu den Wohnungen der drei Häuser, die die Stadtwerke gerade an der Konrad-Adenauer-Allee 99-109 bauen. Die zweite Phase der Vermietungen hat begonnen. »Jetzt richten wir uns an Mitarbeiter von Bad Vilbeler Firmen«, sagt Minkel. Zusammen mit dem technischen Leiter der Stadtwerke, Klaus Rotter, zeigt er das, was in den an diesem Hanggrundstück gebaut worden ist. 17 Millionen Euro haben die Stadtwerke in die Hand genommen, um diese drei Häuser mit 73 allesamt barrierefreien Wohnungen in unmittelbarer Nähe der Schnellstraße B3 und der Einkaufsmöglichkeiten zu errichten.

Dafür haben sich die Stadtwerke ein Modell ausgeklügelt, das es ermöglicht, für einen Neubau den größten Teil der Wohnungen deutlich unter zehn Euro Miete pro Quadratmeter aufzurufen. »Die oberen, die teureren Wohnungen finanzieren die unteren, die preisgünstigeren«, erklärt Minkel. Zu dem Mittel der klassischen Quersubventionierung ist man hier gekommen, damit man auch preisgünstigen Wohnraum anbieten kann, der hochwertig ausgestattet ist.

Bei einer Begehung der weißen Häuser fällt zunächst die Tiefgarage auf. »Wir haben hier die extreme Hanglage des Geländes ausgenutzt und die Tiefgarage in den Hang gebaut«, erklärt Rotter. Der Höhenunterschied betrage bis zu 3,50 Meter, erläutert er die nicht ganz sparsame Variante des Garagenbaus. »Wir haben uns für eine Tiefgarage entschieden, damit hier nicht das Blech im Innenhof steht«, ergänzt Minkel.

Dann geht es in den dritten Stock, dorthin, wo noch etliche Wohnungen frei sind. »Wir haben von unten nach oben vermietet.« Kein Wunder: 8,50 Euro kostet der Quadratmeter im Erdgeschoss, zwei Euro mehr sind es im obersten Stockwerk. »Zwei Drittel der Wohnungen haben wir für 8,50 Euro angeboten«, informiert Minkel. An der Ausstattung habe man nicht gespart. In der Penthouse-Wohnung klappt Klaus Rotter den Schutzteppich für den Parkettboden weg. Das Bad ist mit ebenerdiger Dusche, einem großen Spiegel und modernen Armaturen ausgestattet.

Hochwertige Ausstattung

Und draußen auf der Terrasse präsentieren die Verantwortlichen der Stadtwerke dann den prächtigen Ausblick. Es geht einen Stock tiefer. Beim Betreten der Wohnung liegt kein Schutzteppich auf dem Parkett, wundert sich der Besucher. Es stellt sich heraus, dass hier ein Vinylboden verlegt wurde, der täuschend echt wie Holzparkett aussieht. Ansonsten fast die gleichen Ausstattungsmerkmale wie in der Penthouse-Wohnung.

Vermietungsphase eins habe man jetzt beendet. Da seien die Wohnungen an Bad Vilbeler Bürger gegangen, sagt Minkel, der auch Stadtrat ist. Die Stadtwerke würden sich die Mieter aussuchen, die drei Häuser würden im Eigentum der Stadtwerke behalten. »Wir haben ordentliche Mieter«, sagt Rotter. Man habe auch an Senioren und an Menschen mit Migerationshintergrund vermietet. Ebenso an einen schwerbehinderten jungen Mann. Nun beginne die zweite Vermietungsphase. Hier kämen diejenigen bevorzugt zum Zuge, die einen Arbeitsplatz in Bad Vilbel hätten.

Als die kleine Besichtigungstour endet, sind gerade die Gerüstbauer dabei, die Stangen und Bretter am ersten Mietshaus abzubauen. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die ersten Mieter einziehen können.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Dortelweil
  • Eigenbetrieb
  • Klaus Minkel
  • Mieterinnen und Mieter
  • Mietwohnungen und Mietshäuser
  • Stadtwerke
  • Terrassen
  • Bad Vilbel
  • Holger Pegelow
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 24 - 4: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.