24. September 2019, 19:41 Uhr

»Lola« bald auch in Roggau

Der Schützenverein, der Gesangverein und das Mütterzentrum sind schon drin. In Kürze kommt auch noch die Schülerbetreuung »Lola« in die Räume der alten Schule nach Burg-Gräfenrode. Dass sie dort einzieht, hat gleich mehrere Gründe.
24. September 2019, 19:41 Uhr
Anne Schieber und Tatjana Brabetz bereiten gerade den zweiten Standort der Schülerbetreuung »Lola« in Burg-Gräfenrode vor. Das Schild hängt schon am Eingang. (Foto: pe)

Die hölzernen Bolzen stecken schon in den weißen Seitenwänden, der Akkuschrauber liegt bereit. Und nun wird kräftig zusammengeschraubt und gesteckt, die Teile werden zum ersten Regal. Zwei Frauen sind hier als Handwerkerinnen aktiv. Die beiden sind diejenigen, die demnächst die Schülerbetreuung »Lola« in Burg-Gräfenrode leiten werden. Anne Schieber und Tatjana Brabetz haben gerade alle Hände voll zu tun, denn sie richten die neuen Räume der Schülerbetreuung her. »Dafür sind wir beide extra freigestellt worden.«

Es sind genau die Räume im hnteren Teil des Geländes, wo bis vor Kurzem noch die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte ihr Domizil hatten. Doch weil die neue Kita an der Freihofstraße seit einigen Tagen bezugsfertig ist, sind die 22 Kinder in den Neubau umgezogen.

Während dort noch die Eingewöhnungsphase läuft, ist man ein paar Straßen weiter kräftig beschäftigt. Denn schon kurz nach den Herbstferien soll es an der Berliner Straße 12 wieder losgehen.

Die Schülerbetreuung findet derzeit noch an der Pestalozzischule in Groß-Karben statt. Hier werden nach Angaben von Anne Schieber mehr als 100 Kinder betreut. Doch es dürfte bald eng werden, denn die Grundschule am Karbener Weg wird einen Neubau erhalten. Dafür muss ein altes Gebäude direkt an der Straße abgerissen werden. Aber das ist ausgerechnet das Domizil von Lola.

Die Schulleitung, der Betreungsverein, die Lola-Leitung und Bürgermeister Guido Rahn haben sich deshalb zusammengesetzt und vereinbart, dass die Burg-Gräfenröder Kinder künftig vor Ort betreut werden. Die Groß-Karbener Mädchen und Jungen werden in einem zusätzlichen Container betreut, der auf dem Gelände der gegenüberliegenden Kurt-Schumacher-Schule aufgestellt wird. »Der Bürgermeister hat gesagt, wir könnten die Räume haben«, erzählt Schieber. Dort sei Platz für rund 20 Kinder, sagt die Leiterin.

Ein Grund, warum die Betreuung der Grundschüler ab Mitte Oktober gleich an zwei Standorten stattfindet, ist auch die ständig steigende Zahl an zu betreuenden Kindern. Als Lola im September 2003 ihren Betrieb aufgenommen hat, waren gerade einmal elf Kinder angemeldet. Bereits ein Jahr später bestand bei 25 Kindern Betreuungsbedarf, liest man auf der Homepage der Schule. Und die Zahlen steigen immer weiter: 2010 betreute die Schülerbetreuung dann 35 Kinder, 2013 schon 42 und im September 2014 zählte die Lola-Schülerbetreuung 66 Kinder.

Essen beim Gesangverein

Und die Zahlen sind noch weiter gestiegen, über 87 im Jahr 2015 auf über 90 Kinder im Schuljahr 2016/17. »Durch die Neubaugebiete und die Zuzüge von Familien kommen wir bald auf über 100 Kinder«, weiß die Burg-Gräfenröder Betreuerin. »In Groß-Karben sind wir also am Rande der Kapazitätsgrenze.« Da sei es gut, dass man in Burg-Gräfenrode einen weiteren Standort eröffnen könne.

Im hinteren Teil des Geländes scheinen dafür allerbeste Voraussetzungen zu bestehen. Es gibt einen Gruppenraum, Toiletten und im Garten noch einen großen Spielplatz. »Das Mittagessen werden die Kinder beim Gesangverein einnehmen«, informiert die Leiterin. Da gebe es auch eine kleine Küche.

Denn Mittagessen gehört mit zur Schülerbetreuung. Nach dem Unterricht an der Pestalozzischule werden die Kinder dann ins neue Domizil gefahren. Dort erhalten sie ihr warmes Mittagessen und können hinterher Hausaufgaben machen und sich in einer oder mehreren Arbeitsgemeinschaften beschäftigen. »Einige Kinder bleiben bei uns bis um 14.45 Uhr, andere bis um 17 Uhr«, sagt Schieber.

Der Betrieb soll offiziell am 14. Oktober aufgenommen werden. Bis dahin müssen Schieber und ihre Kollegin Brabetz noch kräftig anpacken. Einige Stühlchen stehen schon dort, ebenso eine Puppenküche. Schulranzen-Regale und ein abschließbarer Schrank für Materialien und die Unterlagen seien bestellt. Mit an der Berliner Straße sind auch schon einige Utensilien für die Arbeitsgemeinschaften. Schieber nimmt einen Stock und einen Teller aus der Kiste und jongliert den Teller.

Ja, Jonglieren werden die Kinder hier auch können. Origami, Backen, Filzen sowie Gesellschaftsspiele gehören gleichfalls zu den Beschäftigungsmöglichkeiten für nachmittags. Und wer all das nicht will, kann auch einfach nur ausruhen. »Die Chill-Ecke ist schon geplant.«

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