30. Juli 2017, 20:17 Uhr

Lärmaktionsplan: Bürgerbeteiligung läuft

30. Juli 2017, 20:17 Uhr
Im Kreuzungsbereich der Niddertalbahn und der Linie Friedberg - Hanau sind besonders viele Bürger durch Lärm belastet.

Der Lärmaktionsplan des Bundes, der alle fünf Jahre aktualisiert wird, hat bereits einigen Bürgern in der Region zu mehr Ruhe verholfen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten war bislang die Main-Weser-Bahnlinie. In Butzbach steht bereits eine Lärmschutzwand, in Bad Nauheim wird sie derzeit errichtet. Über eine zunehmende Belastung klagen auch Bürger aus Nidderau, die an der Bahnlinie Friedberg - Hanau wohnen. Bis 2020 soll es hier zu einer Entlastung kommen.

Seit Anfang Juli läuft in diesem Zusammenhang die erste bundesweite Öffentlichkeitsbeteiligung des Eisenbahnbundesamtes (EBA). Bürger können nach Auskunft der Nidderauer Verwaltung bis zum 25. August an einer Befragung im Internet oder per Post teilnehmen und Einfluss auf das Aussehen des Lärmaktionsplans nehmen. Im Stadtgebiet wird ein kurzer Streckenteil im Kreuzungsbereich der Niddertalbahn und der Linie Friedberg - Hanau mit mehr als 30 000 Zugfahrten pro Jahr belastet. Somit gehört Nidderau zu den Kommunen an einer Haupteisenbahnstrecke und kann in den Genuss von Lärmschutzprojekten kommen.

Die Bürger können sich ihre Stadt und die zugehörige Streckenlage im Kartendienst der EBA betrachten. Das Eisenbahnbundesamt bietet eine Informations- und Beteiligungsplattform an, die über die folgende Adresse im Internet erreichbar ist: www.laermaktionsplanung-schiene.de. Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich auf dieser Plattform an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen. Alternativ kann ein Fragebogen unter folgender Postanschrift angefordert werden: Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 60 12 30, 1 44 12 Potsdam.

Resolution und Minister-Antwort

Seit 2016 gibt es in Nidderau viele Beschwerden über zunehmenden Lärm, der vom Zugverkehr ausgeht. Vor allem die Zahl der Güterzüge, die nachts auf der Linie Friedberg - Hanau verkehren, hat sich nach Ansicht der Bürger erhöht. Im Herbst verabschiedete das Stadtparlament eine Resolution, in der ein verbesserter Lärmschutz entlang dieser Strecke verlangt wird. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Anfang 2017 reagiert und für die Jahre bis 2020 lärmdämmende Maßnahmen für Heldenbergen, Windecken und Ostheim angekündigt. Zudem sollten Güterzüge mit sogenannten Flüsterbremsen ausgerüstet werden, was die Lärmbelastung deutlich reduziere.

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