14. Mai 2018, 21:43 Uhr

Kugeln rollen wieder

14. Mai 2018, 21:43 Uhr
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Aus der Redaktion
Sebastian Wollny vom TV Okarben wirft eine der ersten Kugeln auf dem neuen Boule-Gelände des Pétaque-Clubs. (Foto: Mag)

Die unsicheren Zeiten beim 1. Pétanque-Club Petterweil sind zu Ende. Das alte Vereinsheim haben die Boule-Spieler verlassen und konnten nun zum ersten Mal an ihrer neuer Wirkungsstätte feiern und spielen.

Es ist viel los auf dem alten Okarbener Sportgelände, mehrere Hundert Menschen feiern beim traditionellen Vatertagsfest des TV Okarben. Doch etwas ist in diesem Jahr anders, denn viele Anwesenden sind mit dunkelblauen Trikots bekleidet. Der 1. Pétanque-Club Petterweil hat zum ersten Spiel auf die neue Anlage eingeladen. Mit dem Obst- und Gartenbauverein und dem TV pflegen die Boule-Spieler schon eine gute Nachbarschaft.

Aus dem alten und völlig verrotteten Vereinsheim hat der Club sich eine Wohlfühl-Oase geschaffen. Elektrik, Fenster und sogar sämtliche Wände wurden neu gemacht. Theke und Küche sind mittlerweile eingebaut und benutzbar. Das hat der 1. Pétanque-Club Petterweil alles in Eigenleistung geschafft. Und sogar den Spielbetrieb können die Sportler nun aufnehmen, wenn auch nur auf provisorischen Bahnen: »Wir warten noch immer auf Genehmigung der Naturschutzbehörde, damit wir hier Erde abtragen und die Bahnen bauen können«, berichtet Vorsitzender Heiko Hoffmann.

Beholfen hat man sich vorerst mit zehn Bahnen, angelegt in einem großen Kasten. »Da liegen 45 Tonnen Kies«, sagt Hoffmann. Diese habe man selbst mit der Schubkarre auf das Gelände gefahren. »Wir konnten ja nicht mit einem riesigen Ladefahrzeug hier hineinfahren.« Doch auch diese Aufgabe hätten seine Pétanque-Spieler gemeistert, mit viel Spaß an der Arbeit. »Ich denke, es ist eine riesige Erleichterung für die Mitglieder, dass wir jetzt endlich wieder den Spielbetrieb aufnehmen können«, meint der Vorsitzende.

Doch ist das neue Spielgelände des Clubs längst nicht fertig. »Als nächstes brauchen wir dann eine Baugenehmigung für die Außenbahnen und wir müssen die Finanzierung für die Halle, in der wir im Winter spielen wollen, hinbekommen«, sagt Hoffmann. Platz für die Halle habe man genug auf dem Feld, Fördermittel suche man derzeit mithilfe des Landessportbunds. Den Ligabetrieb können die Spieler auf den provisorischen Bahnen noch nicht aufnehmen, doch die internen Turniere können ausgerichtet werden. »Und wir haben hier jetzt ein Vereinsheim, auf das wir stolz sein können«, erklärt Hoffmann. Leyendecker merkt an: »Und wir haben hier viel mehr Platz, als in der alten Spielstätte in Petterweil. Wir können uns als Verein also vergrößern.«

Sebastian Wollny, Vorsitzende des TV Okarben, freut sich über die neuen Nachbarn. Es sei gut gewesen, dass der Pétanque-Club parallel zum TV-Fest seine neue Spielfläche eröffnet habe. »Dies hat zu Synergieeffekten geführt. Sowohl konnten unsere Gäste neben der Hüpfburg, dem Kinderschminken, dem Basketballspielfeld und der Fußballfläche auch eine neue Sportart ausprobieren.« Außerdem habe sich der Pétanque Club so in Okarben präsentieren können.



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