Ein Weg für alle ist der Nidda-Radweg. Hier treffen Traktoren auf Fahrradfahrer, Berufspendler auf Schüler, Spaziergänger auf Jogger und Skater. Einige sind langsam unterwegs, andere schnell, weshalb Rücksichtnahme das oberste Gebot ist. Nun wird der Niddauferweg weiter ausgebaut. Ziel ist es, ihn für alle Bürger nutzbar zu machen und ihn zu beschildern, um ihn als Teil des Regionalparks besser vermarkten zu können. Am Montag beginnt der Ausbau und damit die Vollsperrung des Teilstückes zwischen Gronau und Dortelweil.

Die Umleitung läuft über die ausgeschilderten Strecken des straßenbegleitenden Radweges entlang der L 3008 sowie von Karben herkommend über den Golfplatz und den Ortskern Dortelweil. »Der bisher geschotterte Weg wird asphaltiert, auf drei Meter Breite ausgebaut und auf beiden Seiten mit 50 Zentimeter breiten Banketten versehen«, sagte Erster Stadtrat Sebastian Wysocki gestern beim symbolischen Spatenstich. Von den rund 480 000 Euro Baukosten trägt das Land Hessen rund 80 Prozent. Die restlichen Baukosten und die Planungskosten finanziert der Zweckverband über Umlagen der Kommunen, sagte dessen Sprecher Ekkehart Böing.

Die Bauzeit soll etwa drei Monate betragen, sofern das Wetter mitspielt, informiert Andreas Wolf von der Baufirma Strabag AG in Langenselbold. Er fügt hinzu: »Wir bauen von der Mitte aus. Einmal Richtung Dortelweil und einmal Richtung Gronau.« Der Grund sei die schwierige Logistik auf dem schmalen Weg. Die Wegeführung zwischen Niddabrücke in Gronau und Sportplatz Dortelweil bleibe unverändert. Im Zufahrtsbereich des Dortelweiler Sportplatzes an der Niddabrücke wird der Nidda-Radweg einige Meter in südlicher Richtung verschwenkt. Damit können Radfahrer wie alle anderen Nutzer die querende Straße besser einsehen, erklärte Walter Donges vom Planungsbüro IMB-Plan, Frankfurt.

Der Ausbau, für den übrigens keine Bäume und Büsche gefällt werden, sondern nur während der Bauzeit zurückgeschnitten werden, bringt Vorteile mit sich. Der Weg wird künftig während der feuchten Jahreszeit nicht mehr matschig und damit besser zu befahren sein. Zwei der Bänke entlang des Teilstückes werden mit Fahrradabstellplätzen ausgestattet. In seinem zehnjährigen Bestehen wird der Zweckverband mit Fertigstellung dieses Bauabschnitts über 30 Kilometer Radweg zwischen Schotten und Frankfurt ausgebaut haben. Hinzukommen eine Fahrradbrücke, eine Straßenunterführung und eine Fußgängerschutzanlage.

Die Gesamtbaukosten betragen rund 4,5 Millionen Euro. Der Zweckverband wird über aktuelle Meldungen zur Baustelle und zur Umleitung unter anderem unter www.niddaroute.de informieren.

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