04. Oktober 2018, 19:45 Uhr

Instrumente für den Nachwuchs

Es ist ganz schön was los im Okärber Bürgerhaus: Vor einem Dirigentenpult im Saal werden im Halbkreis Stühle und Notenständer aufgebaut. Aus dem Keller holen Eifrige Musikequipment nach oben. Andere kommen und haben große Instrumentenkoffer im Schlepptau. Nach und nach füllt sich der Raum. Erste Blasinstrumente werden eingestimmt. Es ist Zeit für eine Orchesterprobe des Sinfonischen Blasorchesters Karben.
04. Oktober 2018, 19:45 Uhr
Bei der Scheckübergabe im Okarbener Bürgerhaus (v. l.): Bürgermeister Guido Rahn, Thomas Zang, Anke Toemmler und Claus-Carsten Behrendt. (Fotos: Schenk)

V om Alter her ist die Orchesterbesetzung des Sinfonischen Blasorchesters der Stadtkapelle Karben bunt gemischt. Es befinden sich auch viele Jugendliche darunter, die zum Teil schon seit der fünften Schulklasse musizieren. Das kann nicht verwundern, wenn man weiß, wie eng die Kooperation zwischen Kurt-Schumacher-Schule und Stadtkapelle in dieser Hinsicht funktioniert. Beide profitieren seit nunmehr zwei Jahrzehnten voneinander.

»Alle Instrumente in den fünften und sechsten Bläserklassen gehören der Stadtkapelle«, erklärt Anke Toemmler vom Vereinsvorstand. »Das sind gegenwärtig vier komplette Sätze. Zur musikalischen Ausbildung stellen wir professionelle Orchesterleiter und Registerlehrer. Die Instrumente vergeben wir gegen eine monatliche Leihgebühr. Nach der sechsten Klasse sind das beispielsweise 7,50 Euro pro Monat.« Vor der siebten Klasse könnten sich die Jugendlichen schließlich dazu entscheiden, ihre musikalische Laufbahn an der KSS fortzusetzen. Drei Jugendorchester, gestaffelt nach Altersstufe und Können, stünden ihnen dafür zur Verfügung: Aeroflott, Intermezzo und Attacca.

Oboen und Fagotte gekauft

Als Lehrer und Dirigent kennt Claus-Carsten Behrendt genau die Bedürfnisse, die beim Musiknachwuchs an der Kurt-Schumacher-Schule bestehen. Außerdem bildet er zusammen mit Anke Toemmler und Thomas Zang aus Kloppenheim den Vorstand der Stadtkapelle.

»Derzeit haben wir regen Zulauf an der Schule und können in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe jeweils zwei Bläserklassen stellen«, berichtet der Gymnasialzweig- leiter. »Das sind 67 Kinder in der fünften und 63 Kinder in der sechsten Klasse. Zum 20-jährigen Jubiläum fanden wir den Zeitpunkt ideal, um neue Instrumente anzuschaffen. Aber qualitativ gute und robuste Instrumente haben ihren Preis.«

Da passt es gut, dass Bürgermeister Guido Rahn rechtzeitig zur Übungsstunde ins Bürgerhaus gekommen ist. Er überreicht bei dieser Gelegenheit einen symbolischen Scheck an den Vorstand. Die darauf bezifferten 8000 Euro plus 2500 Euro Spende, die die Stadtkapelle ohnehin jährlich von der Stadt Karben erhält, sind ein willkommener Geldsegen für die Verantwortlichen. Ausgegeben wurden sie schon vorher, um die Bläserklassen mit Oboe und Fagott in jeweils doppelter Ausführung zu komplettieren.

Die Stadtkapelle sei ein Verein, der erst mal versuche, alles selbst hinzukriegen, lobt Rahn. »Erst dann wird freundlich nachgefragt, ob man etwas von der Stadt bekommen kann. Und das bei fast 450 Mitgliedern. 2500 Euro im Jahr ist ein ganz kleiner Betrag verglichen mit dem, was andere Vereine bekommen«, fügt er an.

Die neuen Instrumente würden bereits seit Anfang des Schuljahres benutzt, informiert Behrendt. Oboe und Fagott hätten im Programm der Bläserklassen noch gefehlt. Die Stadtkapelle lebe aber nicht nur vom jugendlichen Nachwuchs, sondern auch von der Erfahrung der »alten Hasen«. »Deswegen sind Musiker aus Karben oder von auswärts jederzeit bei uns willkommen«, wirbt Zang.

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