20. März 2017, 20:11 Uhr

Horst Seißinger neuer Vilbeler SPD-Chef

20. März 2017, 20:11 Uhr
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Aus der Redaktion

Horst Seißinger heißt der neue Vorsitzende der Bad Vilbeler SPD. Er wurde während der Jahreshauptversammlung zum Nachfolger von Rainer Fich gewählt. Außerdem sprach sich die Bad Vilbeler SPD mit einer deutlichen Mehrheit für die Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung des Hessentags im Jahr 2020 aus.

Der SPD-Ortsverein hatte den Bürgermeister der Stadt Oberursel, Hans-Georg Brum, eingeladen. Er berichtete über seine Erfahrungen als Bürgermeister mit der Organisation des Hessentages im Jahr 2011. Bad Vilbel und Oberursel seien wegen ihrer Lage im Großraum Frankfurt und ihrer Größe sehr gut vergleichbar. Oberursel habe vielfach vom Hessentag profitiert. Daher könne er die Bad Vilbeler SPD guten Gewissens ermutigen, sich dafür einzusetzen, dass die mit dem Ausrichten verbundenen Chancen genutzt werden. In Oberursel sei beispielsweise die Verkehrsinfrastruktur deutlich verbessert worden und selbst das zuvor jahrzehntelang ergebnislos diskutierte Projekt der Modernisierung des Oberurseler Bahnhofs sei angepackt worden. Der Bahnhof, lange Zeit ein Schandfleck, sei nach dem Hessentag zum schönsten seiner Art im RMV-Gebiet gekürt worden. Für die ehrenamtlich engagierten Bürger und die Verwaltung sei die Vorbereitung und der zehntägige Hessentag allerdings auch ein enormer Kraftakt, der ohne zusätzliches qualifiziertes Personal kaum zu bewältigen sei.

In einer lebhaften Diskussion wurden Bedenken wegen der zusätzlichen Verkehrsströme geäußert. Das sei auch ein Thema in Oberursel gewesen, sagte Brum. Einerseits müsse man sich darüber im Klaren sein, dass der Hessentag auch Belastungen mit sich bringe, andererseits sei alles nicht so schlimm gekommen, wie befürchtet. Rund zwei Drittel, der Anwesenden stimmten dem Antrag zur Bewerbung um den Hessentag zu.

Weiter ging’s in der Versammlung mit den Regularien: Berichte des Vorstands, der Fraktionen in Stadt und Kreis, des Kassierers und der Arbeitsgemeinschaften. Mirjam Fuhrmann und Lucia André wurden zu Vize-Vorsitzenden gewählt. Komplettiert wird der engere Vorstandskreis nun durch Christian Kühl, Ralf Spiegler, Maria Skorupski und Katja Meiner. Die beiden Jungsozialisten Jannis Ahäuser und Axel Nieslony wurden in den Kreis der Beisitzer gewählt, ebenso wie Vered Zur-Panzer, Ulrich Callies, Manfred Thrun und Udo Landgrebe.

Horst Seißinger bedankte sich bei den ehemaligen Vorstandsmitgliedern für die engagierte Zusammenarbeit. Glücklicherweise blieben die Ehrenamtlichen der Partei in anderen Positionen erhalten. Rainer Fich, Katja Koci und Carsten Hauer arbeiteten weiter im Ortsbeirat sowie als Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete mit. Der Vorstand wolle den Schwung in der SPD nutzen, um weitere Mitglieder für die politische Arbeit zu gewinnen, versprach Seißinger. Dazu gelte es, das Parteileben attraktiver zu gestalten und neue Formen der Mitarbeit zu erproben, die die zeitliche Inanspruchnahme ehrenamtlich Engagierter durch Familie und Beruf besser berücksichtigen. Die Bundestagswahl im September werde der nächste politische Schwerpunkt der Parteiarbeit. Die Aussichten für ein erfolgreiches Abschneiden der SPD seien gut. In der Wetterau habe man die junge, engagierte Natalie Pawlik und an der Spitze Martin Schulz, beide seien Sozialdemokraten, die mit ihrem Lebenslauf glaubwürdig das Engagement für soziale Gerechtigkeit belegten. (Foto: pv)



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