28. Dezember 2018, 21:47 Uhr

Hautnahes Klangerlebnis

28. Dezember 2018, 21:47 Uhr
Alle Jahre wieder: Großes Finale mit dem Regenbogenchor im Kleinod St.-Michaelis-Kirche Klein-Karben. (Fotos: pv)

Seit über 20 Jahren beendet der Regenbogenchor mit ganz wenigen Ausnahmen seine jährliche Adventstour mit zahlreichen Auftritten und Konzerten auf dem Christkindlmarkt im Sprudelhof Bad Nauheim sowie in Kirchen und sozialen Einrichtungen mit seinem Konzert im »Kärber Kleinod St.-Michaelis-Kirche«, wie Historiker das denkmalgeschützte Gotteshaus gerne betiteln. Obwohl die baulichen Gegebenheiten für einen Chor dieser Größe eine besondere Herausforderung darstellen, ist es für die Sängerinnen und Sänger immer der abschließende Höhepunkt eines langen Konzertjahres.

Auch für die evangelische Kirchengemeinde ist es etwas Besonderes, und der spätromanische Bau immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Publikum ist fast hautnah »dran« am Chor, was zusätzlich für ein besonders intensives Live-Erlebnis sorgt.

Dirigent Michael Weber hat wieder ein Programm zusammengestellt, das musikalisch einen Bogen schlägt vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart und das die klangliche und gestalterische Vielfalt seines Ensembles unterstreicht. Ergebnis ist ein bunter Reigen aus Weihnachtsliedern, Kantaten und Motetten aus unterschiedlichsten Kulturen und in bunter Sprachvielfalt.

Humorvolle Moderation

Die musikalischen Darbietungen werden von Chormitgliedern abwechselnd humorvoll und informativ moderiert. Eine besonders gelungene Einlage liefert Nina Brodt mit ihrem Beitrag »Die Geschichte vom Lametta«, die bei vielen Zuhörerinnen persönliche Erinnerungen auslöst und gefeiert wird.

Auch das neue Stück im Repertoire, »Ein neues Weihnachtslied« des 45-jährigen Meisters der A-cappella-Chormusik, Oliver Gies, bringt der Chor mit nach Klein-Karben. Wie bei seiner Premiere in der Erasmus-Alberus-Kirche in Bruchenbrücken sind die Konzertbesucher auch in der St.-MichaelisKirche begeistert, obwohl der Komponist und Textdichter hart ins Gericht geht mit dem Weihnachtskommerz und dabei die atheistische Behauptung aufstellt: »Jesus wurde woanders und gar nicht im Dezember geboren.« Weihnachtslieder hat der Chor auch in seinem Repertoire, singt »Stille Nacht, heilige Nacht« in spanisch-deutscher Version »Noche de paz«, das »Weihnachtswiegenlied« des englischen Zeitgenossen John Rutter und ein fulminantes »Ave Maria«. Bevor sich der Chor mit einem gemeinsam gesungenen »O du fröhliche« von dem begeisterten Publikum verabschiedet, gibt es eine Weihnachtsüberraschung. Es ist Tradition des Regenbogenchores, dass er die Kirchengemeinden an den Erlösen aus Konzerten in deren Gotteshäusern beteiligt. 1. Vorsitzender Hartmut Jegodzinski überreicht einen Scheck über 200 Euro an Daniel Görlich, der als Mitglied des Kirchenvorstandes Pfarrer Werner Giesler an diesem Tag vertritt.

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