31. Mai 2019, 18:00 Uhr

Sporthalle Petterweil

Halle Zug um Zug runderneuert

Die Sporttreibenden in Petterweil haben es längst bemerkt, die übrige Bevölkerung eher nicht. Denn die Stadt hat die Petterweiler Sporthalle Zug um Zug gründlich saniert. Fast zwei Millionen Euro wurden in die Sanierung der aus den frühen 1970er Jahren stammenden Halle gesteckt.
31. Mai 2019, 18:00 Uhr
Hier sind Alt und Neu miteinander verbunden worden: In den Umkleiden der Petterweiler Sporthalle zeigt sich das deutlich. Erster Stadtrat Friedrich Schwaab (r.) und KIM-Technik- leiter Harald Kirch stellen die renovierten Räumlichkeiten vor. (Fotos: Pegelow)

F röhlich springen die Grundschulkinder an diesem Morgen in der großen Halle herum. Es ist Sportunterricht, nicht der einzige an diesem Tag. Die Grundschulen aus Petterweil und Kloppenheim haben hier Unterricht. Hinzu kommen die Handballer, die Gymnastikgruppen und weitere Sportlerinnen und Sportler des örtlichen Turnvereins. »Die Halle ist von 8 bis um 23 Uhr voll belegt«, informiert Erster Stadtrat Friedrich Schwaab (CDU). Beileibe nicht nur mit Petterweiler Aktiven, auch aus Kloppenheim und sogar aus Rendel kommen Sportler hierher. »Wir sind voll belegt«, sagt der Stadtrat. Deshalb seien einige Gruppen schon ins nahe Albert-Schäfer-Haus ausgewichen. Yoga und Gymnastik finden dort beispielsweise statt.

Bei solch starker Belegung musste man bei der Stadt einiges an organisatorischem Geschick aufwenden, um die Sanierungsarbeiten über die Bühne zu bringen. Eine Sperrung der Halle wäre gar nicht infrage gekommen. Und so hat man die städtische Sporthalle Zug um Zug saniert. Nicht zuletzt auch deshalb in dieser Form, weil die Stadt in allen Stadtteilen etwas tun wollte.

Einschränkungen hatte es seit dem Jahr 2012 dennoch gegeben. Etwa als die Duschen und sonstigen Sanitärräume renoviert wurden.

Am Anfang hatte man bei der Stadt übrigens noch überlegt, ob man am Rande Petterweils ein neues Zentrum mit Schule und Sporthalle baut, diese Pläne aber alsbald wieder verworfen. »Dann hätten wir diese Einrichtungen am Ortsrand gehabt. Das wollten wir nicht«, betonen Schwaab und der technische Leiter des Kommunalen Immobilien Managements KIM, Harald Kirch, bei der Vorstellung der sanierten Halle.

»Zudem stellte sich heraus, dass die alte Bausubstanz noch gut erhalten war«, sagt Kirch. »Es gab weder Risse noch Brüche im Mauerwerk.« Deshalb habe man quasi die Außenhülle so belassen können.

Fenster aus Klarglas

Die hat größtenteils eine neue Isolierung erhalten und ist auch neu gestrichen worden. Die größeren Veränderungen fanden innen statt. »Zuerst haben wir den 20 mal 40 Meter großen Boden der Halle erneuert.« Der sei wellig und schadhaft gewesen, erinnert sich Kirch. Begonnen wurde mit den Arbeiten 2012/13. In dieser Zeit entstand auch ein Anbau, in dem sich heute die 50 Quadratmeter große Cafeteria und die Vereinsräume des TV Petterweil befinden. Außerdem ein behindertengerechtes WC.

Neue Fenster hat die Halle ebenfalls erhalten. Auf der Südseite wurden die alten Plexiglasfenster durch Spezialfenster mit waagrechten Lamellen ersetzt. Auf der Nordseite wollte das KIM statt der Glasbausteine Fenster mit Milchglas haben. »Doch die Firma hat Fenster aus Klarglas geliefert«, erinnert sich Kirch. Aber statt die zurückgehen zu lassen, entschied man sich bei der städtischen KIM, sie zu behalten. Und siehe da: Selbst wenn man das Deckenlicht in der großen Halle ausschaltet, fällt noch jede Menge Tageslicht in den Raum.

Moderner Ölbrennwertkessel

Offenbar gab es mehr solcher kreativen Entscheidungen, das Alte mit dem Neuen zu verbinden. Das sieht man sehr gut in den Umkleidekabinen. Hier sind die Rohre der Lüftumgsanlage deutlich zu sehen. »Das haben wir so gelassen«, erläutert Kirch. »Es sieht nämlich gut aus. Die Alternative wäre der Einbau einer zweiten Decke gewesen. Die aber wiederum hätte den Raum niedrig gemacht.« So wirke das Ganze großzügiger. Wohl auch nicht zuletzt dadurch, dass man die seinerzeit verbauten Lichtkuppeln wieder geöffnet hat.

Sechs Umkleiden und drei Duschräume sind entstanden. Die Zahl der Duschen hat man von zwölf auf acht reduziert, die großen Wannentische in den Unkleiden ausgebaut. Lüftung und Beleuchtung sind in der Halle gleichfalls neu.

Altes mit Neuem verbunden wurde auch bei der Heizung. Das KIM hat die Ölheizung gelassen. »Der Tank war erst vor 15 Jahren runderneuert worden und wies noch keinerlei Schäden auf«, betont Kirch. Aber man habe einen modernen Ölbrennwertkessel eingebaut. »Dadurch können wir 20 Prozent an Heizöl gegenüber vorher einsparen«, rechnet Stadtrat Schwaab vor. Durch die jetzt abgeschlossene Renovierung spare die Stadt in der Sporthalle in fünf Jahren rund 50 Prozent der Energie ein.

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