15. August 2018, 20:16 Uhr

Hahn: Aufgaben erledigt

15. August 2018, 20:16 Uhr

Nach den neuen Zahlen des statistischen Landesamts sind 2017 in Bad Vilbel 273 neue Wohnungen entstanden. Damit stehe die Quellenstadt im Gebiet des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main mit seinen 2,3 Millionen Einwohner auf dem vierten Platz. »Dies macht deutlich, dass wir über viele Jahre es in unserer Heimatstadt sehr ernst genommen haben mit der Entwicklung von Baugebieten, aber auch mit der Wiederbelebung der Innenstadt. Wir reden nicht nur über mehr Wohnraum, wir schaffen auch die Vorraussetzungen dafür«, sagt Jörg-Uwe Hahn, FDP-Fraktionschef im Stadtparlament.

Nur die beiden Großstädte Frankfurt und Offenbach sowie Kelsterbach seien noch erfolgreicher. »Bad Vilbel hat aber viele Kommunen hinter sich gelassen, die eine größere Wohnbevölkerung haben«, analysiert Hahn. Beispielsweise habe Hanau, das dreimal so groß ist wie Bad Vilbel, nur 270 neue Wohnungen errichtet. Hahn hebt hervor, dass gerade im vergangenen Jahr diese positive Entwicklung nicht nur den Investoren im Quellenpark zu verdanken waren. »Einige Projektentwickler haben Lücken in der Innenstadtbebauung gefunden und diese für den Bau neuer, moderner und natürlich auch energieeffizienterer Wohnungen genutzt. Schauen wir nur die Frankfurter Straße um die Kreuzung zum Grünen Weg an.«

In seiner Funktion als Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der hessischen Unternehmerverbände (VHU) stellt der FDP-Ortsvorsitzende Thomas Reimann klare Forderungen an die Landespolitik. »Viele Kommunen in den Ballungsräumen verzögern oder verweigern sogar die Ausweisung neuer Wohngebiete. Oft fehlen die Kapazitäten in den Verwaltungen und leider auch der politische Wille«, wird Reimann in der Pressemeldung der FDP zitiert.

Anreize für bauwillige Städte

Viele Kommunalpolitiker sorgten sich um die Folgenkosten bei Kindergärten, Schulen und Verkehr. Diese würden vielerorts nicht durch die Steuermehreinnahmen dank neuer Einwohner gedeckt. Die VHU habe deshalb vorgeschlagen, dass das Land im Kommunalen Finanzausgleich (KFA) hohe Anreize setzt, Neubaugebiete auszuweisen. Reimann: »Städte und Gemeinden, die gute städteplanerische Konzepte für ihr Wachstum vorlegen und Neubaugebiete umsetzen, sollten durch Extragelder aus dem KFA belohnt werden.«

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