15. Oktober 2019, 20:38 Uhr

Pescador Memo öffnet wieder

Goldener Engel wurde zu klein: Pescador Memo öffnet an neuem Standort

Der ein oder andere Vilbeler dürfte sich etwas erschrocken haben, sind die Fenster des Restaurants Pescador Memo doch derzeit von Plastikplanen verhangen. Doch Inhaber Mükremin Karakus zieht mit seiner Ladengastronomie nur ein Haus weiter und hat ab Mittwoch geöffnet. Doch sein bisheriges Geschäft im Goldenen Engel soll nicht lange leer stehen.
15. Oktober 2019, 20:38 Uhr
Mükremin Karakus (vorne links) und sein Team haben das Restaurant Pescador Memo neu eröffnet.

Mit dem Auszug von Mükremin Karakus aus dem Goldenen Engel endet vorerst ein wildes Aus- und Einziehen von Läden rund um das Alte Rathaus in Bad Vilbel. Im Bereich Marktplatzzentrum und Frankfurter Straße haben in den vergangenen Monaten viele Läden auf wenigen Metern gewechselt: Nachdem die Hinnerbäcker-Filiale aus der Frankfurter Straße 1 ein paar Meter weiter an die Rathausbrücke gezogen war, übernahm der Fotograf Eugen Sommer vor Kurzem das Geschäft. Auch er war zuvor nur wenige Meter entfernt am Marktplatz 6 beheimatet, seine frühere Filiale wurde von Meyer Augenoptik übernommen.

Im Goldenen Engel hat Melanie Tutus‘ Kosmetikstudio die Käse-Ecke ersetzt und nun löst Mükremin Karakus die Pizzeria Del Centro ab. Und so langsam stieg am Dienstagmittag die Aufregung in dessen Team. Am Abend fand die Eröffnungsfeier statt, ab Mittwoch herrscht normaler Betrieb in seinem neuen Restaurant.

Neues Haus alter Geist

Karakus hat seit sechs Jahren seinen Betrieb Pescador Memo im Goldenen Engel in der Bad Vilbeler Altstadt gehabt. Neben Gastronomie bot er außerdem Fisch und Fleisch zum Verkauf an. »An dem Konzept wird sich auch nichts ändern, außer dass wir die Karte etwas erweitert haben«, erklärt er und dirigiert dabei den Transport mehrerer Getränkekisten in den großen Lagerraum der ehemaligen Pizzeria Del Centro in der Frankfurter Straße 2. »Es gibt jetzt mehr Kleinigkeiten wie Champagner für besondere Anlässe und wir bereiten nicht nur Fisch, sondern auch Steaks zu.« Karakus hat sich in den vergangenen Jahren einen gewissen Ruf erkocht. »Wir haben regelmäßig Gäste aus Wiesbaden, Hanau. Die Leute kommen mittlerweile eigentlich aus ganz Hessen«, berichtet der gelernte Koch.

Die Vilbeler können die Neueröffnung anscheindend auch kaum erwarten, denn während noch fleißig gewerkelt wird, betreten fast im Minutentakt Passanten den Raum. »Ich hatte schon Angst, ihr seid ganz weg«, sagt ein älterer Herr. Eine Frau, die wenige Minuten nach ihm interessiert den Raum betritt, reserviert direkt einen großen Tisch für das Wochenende.

Koch und Metzger

Seit 1995 ist Karakus Koch und Metzger, arbeitete unter anderem für die Lufthansa und einige Jahre im Ausland und in einem Frankfurter Restaurant. Dann folgte der Schritt in die Selbstständigkeit.»Ich wollte dort eigentlich nicht weg«berichtet Karakus.

Keine zehn Meter von seinem ehemaligen Restaurant entfernt, habe er nun deutlich mehr Platz. »Statt 24 haben wir nun 60 Sitzplätze. Die Küche und Lagerräume sind auch größer.« Er habe in der Vergangenheit so viele Reservierungsanfragen erhalten, dass er regelmäßig habe absagen müssen.

Seit sechs Wochen arbeiten Karakus und seine Familie mit mehreren Helfern in der ehemaligen Pizzeria mitten im Bad Vilbeler Ortskern, und diese ist kaum wiederzuerkennen. »Hier war so eine Bürodecke drin, die haben wir rausgemacht. Im Prinzip haben wir das ganze Restaurant kernsaniert«, sagte der Koch. Mediterrane Motive an der Wand, blau-weiße Farbgestaltung und eine geschmückte Decke erwarten die Gäste nun. Er habe den Geist seines früheren Ladens in den neuen transferieren wollen, erklärt Karakus.. Sein Team hat der Inhaber erweitert und einen neuen Koch sowie eine Kellnerin eingestellt. Für kommenden Sommer soll noch die kleine Außenterasse überarbeitet werden

Leerstand keine Option

Die frei gewordenen Räume im Goldenen Engel sollen nicht lange leer bleiben, und auch die Kulinarik bleibt maritim. Denn wie die Eigentümerfamilie bestätigt, soll ein Sushi-Restaurant in das historische Vilbeler Haus einziehen. Das 1696 gebaute Haus hat eine bewegte Geschichte. In der ehemaligen Gaststätte war der Frankfurter Dichter Friedrich Stoltze seinerzeit des Öfteren zu Gast.

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