23. Mai 2019, 20:36 Uhr

Giesler: Es ändert sich gar nichts

23. Mai 2019, 20:36 Uhr
Das wichtigste Thema der Gemeindeversammlung ist die Kooperation der evangelischen Kirchengemeinden in Karben zum 1. Januar 2020. (Foto: pv)

Um über den geplanten Zusammenschluss zur Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Karben zu berichten und Fragen zu beantworten, hatte die St.-Michaelis-Gemeinde Klein-Karben für Sonntag zur Gemeindeversammlung eingeladen. Was wird sich ändern, wenn die evangelischen Kirchengemeinden in Karben kooperieren? Die klare Antwort von Pfarrer Werner Giesler und Kirchenvorstand Norbert Greulich lautete: Gar nichts! Die Arbeit in den Gemeinden, die neben dem Kirchenvorstand ganz wesentlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen werde, hänge auch in Zukunft allein vom Engagement dieser Menschen ab. »Sie sind es, die eine lebendige Gemeinde ausmachen.«

Gemeindebüros bleiben erhalten

Eine wichtige Kontaktstelle für die Gemeindeglieder, die jeweiligen Gemeindebüros, blieben weiterhin bestehen. Der Kirchenvorstand, der zukünftig als Ortskirchenausschuss fungiert, werde jedoch von vielen Verwaltungsaufgaben entlastet.

In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, wie bei Entscheidungen des Gesamtkirchenvorstands, etwa bei Finanzen, die Belange der eigenen Gemeinde sichergestellt werden können. Giesler erklärte hierzu, dass es weiterhin eigene projektbezogenen Gelder geben werde und die von Spendern angegebenen Verwendungszwecke beachtet würden. Greulich ergänzte, dass sich in den seit rund zweieinhalb Jahren arbeitenden Gremien zur Vorbereitung der Gesamtkirchengemeinde gezeigt habe, dass es eher an freiwilligen Helfern und Verantwortlichen mangele als an Geldern für Projekte.

Giesler erklärte auf die Frage nach Einbeziehung der Jugend, dass Jugendliche heute in der Gemeinde sehr aktiv seien, aber nicht in den bisherigen vereinsähnlichen Strukturen. Hier sehe er für die Zukunft die Notwendigkeit zu Veränderungen. Beide bemühten sich, den Zuhörern einen positiven Ausblick auf die Gesamtgemeinde zu vermitteln, die ausdrücklich nicht als Fusion geplant sei.

Zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung hatten Giesler und Greulich auf das Jahr 2018 zurückgeblickt. Eine Vielzahl von Aktivitäten zeichneten die Gemeinde aus, etwa monatliche Theatergottesdienste zu einem gesellschaftlich relevanten Thema, Gemeindefahrten, Mitarbeiter-Danke-Feste, Kinderaktivitäten, das Gedenken an die Reichskristallnacht sowie ein Besuchsdienst, der im vergangenen Jahr über 350-mal ältere Menschen zu Hause besucht hatte. Es hätten sich zudem immer mehr gemeinsame Aktivitäten mit anderen Gemeinden entwickelt, wie gemeinsame Feriengottesdienste mit Rendel und Groß-Karben, die Organisation der Flüchtlingshilfe für ganz Karben, der gemeinsame Gemeindebrief für Karben oder die Kammerkonzerte, die 2020 ihr 30-jähriges Bestehen feiern.

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