Bad Vilbel & Karben

Erster »Inklusionsspielplatz«: Karussell für »Rollis«

Direkt neben dem Günter-Reutzel-Sportfeld in Klein-Karben befindet sich der flächenmäßig größte städtische Spielplatz. Er wird von den Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt. Aufgrund der relativ ebenen Lage des Geländes wurde dieser Spielplatz vom Planer der städtischen Spielplätze, Michael Soborka, gezielt ausgewählt, um den ersten »Inklusionsspielplatz« der Stadt zu gestalten.
20. Februar 2019, 19:38 Uhr
Redaktion
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Ortsvorsteher Christian Neuwirth (l.), Bürgermeister Guido Rahn und Tiefbauer Michael Soborka begutachten das Inklusionsspielgerät. (Foto: pv)

Direkt neben dem Günter-Reutzel-Sportfeld in Klein-Karben befindet sich der flächenmäßig größte städtische Spielplatz. Er wird von den Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt. Aufgrund der relativ ebenen Lage des Geländes wurde dieser Spielplatz vom Planer der städtischen Spielplätze, Michael Soborka, gezielt ausgewählt, um den ersten »Inklusionsspielplatz« der Stadt zu gestalten.

So wurde als erste Maßnahme ein Inklusionskarussell für Rollstuhlfahrer aufgestellt. Weitere Geräte, die von Kindern mit und ohne Behinderung genutzt werden können, sollen folgen. Damit werde ein Antrag der CDU umgesetzt, der von allen Parteien unterstützt worden sei und eine Lücke im städtischen Spielplatzkonzept schließe. Klein-Karbens Ortsvorsteher Christian Neuwirth und Karbens Bürgermeister Guido Rahn ließen sich vor Ort die Planung durch Soborka, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, erläutern. Neben weiteren Inklusionsspielgeräten soll der Spielplatz am Günter-Reutzel-Sportgelände aber auch sukzessive modernisiert werden. So soll auch der Kleinkindbereich saniert werden. Ferner sollen neue Sitzgruppen und andere Bänke aufgestellt werden.

Pünktlich zum Start der Spielplatzsaison werden die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts abgeschlossen sein. Für den 1. Bauabschnitt werden rund 40 000 Euro für Spielgeräte und neue Sitzbänke sowie Personalkosten des Bauhofes fällig. Nach Ansicht von Bürgermeister Guido Rahn ist dies eine gute Investition, zumal so erstmals auch gezielt Spielgeräte mit dem Aspekt auf Einbeziehung behinderter Kinder angeschafft würden. Auch wenn Stadtverwaltung und dem Planer bewusst sei, dass man bei der Unterschiedlichkeit der Behinderungen nicht für alle Einschränkungen geeignete Spielgeräte anschaffen könne, so sei es die Absicht, für immer mehr Kinder Spielmöglichkeiten zu schaffen.

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