28. November 2017, 19:38 Uhr

Eier, Wurst und Brot vom Hof

28. November 2017, 19:38 Uhr
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Aus der Redaktion
Sebastian Mager (r.) informiert Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler über seinen Biobauernhof. (Foto: prw)

Der Biobauernhof Mager ist ein vielseitiger ökologischer Landwirtschaftsbetrieb in Klein-Karben. Bereits seit 1994 produziert der Hof nach den EU-Vorgaben zum Ökolandbau sowie den Anforderungen des Bioland-Anbauverbands. Seit 16 Jahren werden Eier, Äpfel, selbst gebackenes Brot, Fleisch aus dem Betrieb und andere Erzeugnisse direkt ab Hof verkauft. Kürzlich informierte sich der Wetterauer Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler auf dem Hof von Sebastian Mager und seiner Familie.

»Die Wetterau ist Modellregion Ökolandbau. Die von uns und unseren Partnern angestoßenen Projekte haben die Landesregierung überzeugt, sodass wir auch weiterhin Modellregion sein werden. Für mich als Landwirtschaftsdezernent ist es wichtig, sowohl etablierte Biohöfe als auch die »Newcomer« zu besuchen, um auch den Ökolandbau in der Region zu unterstützen«, erklärt Weckler.

Sebastian Mager ist seit Kindesbeinen auf dem elterlichen Hof eingebunden und hat schon früh die Direktvermarktung initiiert. Angefangen hat es mit fünf Hühnern, die er damals von seinem Taschengeld erwarb. Mit dem Verkauf der Eier besserte er sich sein Taschengeld auf. Inzwischen ist daraus ein Betriebszweig geworden, 850 Hühner gibt es, dazu Schweine und Gänse. Auf den rund 70 Hektar Land werden Luzerne, Winterweizen, Kartoffeln, weiteres Getreide und Gemüse angebaut.

Seit einiger Zeit bildet Sebastian Mager auch einen Azubi aus. Der 32-Jährige ist ein anerkannter Flüchtling aus Eritrea. »Damals sind Engagierte aus der Flüchtlingshilfe auf mich zugekommen, ob ich einem ihrer Schützlinge nicht ein Praktikum anbieten kann. Das habe ich zunächst aus einem Freundschaftsdienst heraus gemacht. Er hat sich gut eingebracht, sodass ich ihm eine Ausbildung angeboten habe. Er macht seinen Job gut, in der Berufsschule braucht er jedoch meine Unterstützung«, sagt Mager.

»Familie Mager führt einen Biobetrieb, der Betrieben, die auf ökologische Landwirtschaft umstellen wollen, ein Vorbild sein kann«, sagt Weckler.



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