25. Oktober 2019, 19:11 Uhr

Neues Hotel

Dorint baut Hotel im Kurpark

Die Großbaustelle im westlichen Bad Vilbeler Kurpark wird in den nächsten Tagen noch größer. Denn die Dorint-Gruppe hat angekündigt, dass sie in Kürze mit dem Bau eines Hotels beginnen wird. Die ersten Erdarbeiten haben bereits begonnen.
25. Oktober 2019, 19:11 Uhr
Diese Skizze zeigt, wie das neue Dorint-Hotel im Bad Vilbeler Kurpark aussehen könnte. Die Vorarbeiten dafür haben begonnen. (Grafik:B+G/privat)

D ort, wo einst das alte städtische Hallenbad und die alten Kurmittelanlagen standen, wird gerade eine Stadthalle gebaut. Bis 2022 soll das 25-Millionen-Projekt stehen. Darüber hinaus soll das Kurhaus saniert und mit der Stadthalle mittels einer Orangerie verbunden werden.

Während die Tiefgarage der Stadthalle inzwischen im Rohbau steht und der Rohbau für die Halle errichtet wird, kündigt sich bereits eine zweite Baustelle im westlichen Kurpark an. Die Dorint-Gruppe hat mitgeteilt, dass sie mit den Arbeiten zur Errichtung eines neuen Hotels beginnt. Das 190-Betten-Haus soll insbesondere denjenigen zugutekommen, die nebenan in der Stadthalle zu Kongressen in Bad Vilbel sind.

Denn auch auf diese Gäste setzen die Verantwortlichen der Stadt und des Unternehmens. Außerdem sollen diejenigen nach Bad Vilbel gelockt werden, die ein Konzert in der 1000 Sitzplätze fassenden Stadthalle besuchen wollen. Und schließlich kalkuliert man auch mit Übernachtungsgästen, die zu den Burgfestspielen anreisen und das mit einer Besichtigung der Stadt verbinden. Auch Messegäste zu Frankfurter Messen dürften gern gesehen sein.

Baubeginn soll im November sein

Für die Befürworter war das alles von vorneherein schlüssig: Nur mit Hotel würde die Stadthalle gut auslastbar sein. Der damalige Beschluss zur Bebauung des Kurparks war deshalb ein ganzes Paket: Das enthielt neben der Sanierung des Kurhauses und dem Bau der neuen Stadthalle auch den Verkauf eines rund 3800 Quadratmeter großen Grundstücks entlang der Kasseler Straße an eine Oberurseler Privatfamilie, die mit der Dorint-Gruppe in Kontakt steht.

Nun hat die Presseabteilung der bekannten Hotelkette angekündigt, im November werde Baubeginn für das Haus sein.

Eigentlich sollte das Haus laut Ankündigungen längst im Bau sein. Warum es zu Verzögerungen kam, wird in der Antwort auf die Anfrage dieser Zeitung so erklärt: »Im Zuge der Projektvorbereitungen und bestehender Abhängigkeiten von/zu unterschiedlichen Projektbeteiligten, kam es zu Verzögerungen im Projektablauf, die eine Verschiebung des ursprünglich geplanten Baustarts und dem damit verbundenen Fertigstellungstermin begründeten.«

Hotelführung setzt auf Messegäste

Dennoch scheint der offizielle Baubeginn jetzt bevorzustehen. Aus dem Hause Dorint heißt es dazu: »Derzeit laufen die letzten Abstimmungen und Vorbereitungen mit dem Spezialtiefbauunternehmen und Baugrundgutachter.«

Dass die Gründung der Baukörper in diesem Bereich schwierig ist, haben die Verantwortlichen bereits bei der Stadthalle gesehen. 55 Pfähle mussten in die Erde gerammt werden, um den Grund und Boden zu stabilisieren. Fachleute wundert das nicht, denn einstmals floss hier die Nidda in größeren Bögen und hat das Erdreich sehr aufgelockert.

Bei der Dorint-Gruppe spricht man im Zusammenhang mit diesem Hotelkomplex übrigens vom Hotel »Bad Vilbel/Frankfurt«, deutlicher Beleg dafür, dass die Führung auf Messegäste und internationale Gäste setzt.

Mit den angestrebten 190 Betten würde das Hotel- beziehungsweise Bettenangebot in der Stadt weiter wachsen. Vorgesehen sind nämlich weitere Hotels. So wird Baustart auch sein für ein Hotel an der alten Turnhalle des TV Bad Vilbel am Sportfeld, hinzu kommt ein Hotel im sogenannten SpringPark Valley. Allerdings ist das zunächst für die Wund-Thermen vorgesehene Hotel aus den Plänen gestrichen worden. In der zweiten Änderung zum Bebauungsplan »Schwimmbad« ist es nicht mehr enthalten.

Stadtrat Klaus Minkel (CDU), der sich von Anfang an vehement für das Hotelprojekt eingesetzt hat, sagt nun: Dorint habe besondere Kompetenzen im Tagungsgeschäft. »Daraus erwarten wir uns Synergien zur Stadthalle. Umgekehrt wird die Stadthalle durch die Veranstaltungen auch auswärtige Besucher anziehen. Das kommt wiederum dem Hotel zugute. Es ist auch nützlich für die Burgfestspiele und das künftige Bad.«

Zudem gebe es wichtige Synergien bei der Tiefgarage, die die Stadtwerke bewirtschaften. »Die Tiefgarage wird vor allem tagsüber den Einzelhandel in der Stadt beflügeln, so dass wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leisten.« Für Gäste und Bad Vilbeler hoffe die Stadt auf einen Zugewinn bei der Gastronomie, insbesondere auch bei der Außenbewirtschaftung, »wonach sich die Menschen sehnen, sobald die Sonne scheint«.

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