11. März 2019, 21:32 Uhr

CDU stimmt sich auf Wahlkampf ein

11. März 2019, 21:32 Uhr
Landrat Jan Weckler erklärt in Karben, warum die öffentliche Infrastruktur wachsen muss. (Foto: pv)

Lag es am leckeren Fisch-Buffet, an den politischen Rednern oder der Kombination aus beidem? Die Karbener CDU zieht ein positives Fazit von ihrem Heringsessen im Saalbau Schuldt. Mehr als 100 Besucher hörten zu und ließen sich den Fisch schmecken.

Antworten gab es kürzlich beim Heringsessen auf die politischen Fragen von Karben bis Brüssel: Landrat Jan Weckler, CDU-Vorsitzender Mario Beck und Bürgermeister Guido Rahn betonten, wie wichtig die anstehende Europawahl ist, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

»Unserem Land geht es so gut wie nie, die Beschäftigung ist auf einem Rekordhoch, die Staatskassen und Sozialversicherungen verzeichnen Überschüsse«, sagte Karbens CDU-Vorsitzender Mario Beck. Dieser Erfolg werde von zwei Seiten in die Zange genommen. »Von links findet ein Überbietungswettbewerb an neuen Sozialleistungen statt, ohne die Interessen der Beitragszahler und der künftigen Generationen im Blick zu haben«, kritisierte Beck.

Ein 70-jähriges Friedensprojekt

Es werde auf planwirtschaftliche Lösungen, auf Verbote statt auf technischem Fortschritt, so auch beim Klimaschutz, gesetzt. »Von rechts wiederum wird das Friedensprojekt Europa, das uns seit 70 Jahren Freiheit, Wohlstand und Sicherheit beschert, leichtfertig aufs Spiel gesetzt«, sagte Beck. Als wäre das Brexit-Chaos nicht Mahnung genug, wolle die AfD raus aus der EU, sofern dort nicht alles nach deren Pfeife tanze. »Internationale Politik lebt aber vom Kompromiss und nicht von nationalen Egoismen«, argumentierte Beck.

»Der Brexit ist einer von vielen Gründen, warum die Rhein-Main-Region derzeit boomt«, erklärte Landrat Jan Weckler. »Diese Sogwirkung spüren wir.« Der Kreis sei auf über 300 000 Einwohner gewachsen. Die öffentliche Infrastruktur müsse mitwachsen, vor allem die Schulen. Beispielsweise gebe es im Kreis 16 Prozent mehr Erstklässler als vor sechs Jahren. »Allein in Karben investieren wir im aktuellen Haushalt knapp neun Millionen Euro in die Schulen«, sagte Weckler. Gebaut werde an den Grundschulen in Klein- und Groß-Karben sowie Kloppenheim und Petterweil, an der Kurt-Schumacher-Schule stehe die Altbausanierung an.

Lärmgutachten wegen Boule-Spiel

Auch Bürgermeister Guido Rahn berichtete von den vielen Infrastrukturprojekten, von den Straßensanierungen, über die neuen Feuerwehrgerätehäuser in Petterweil und Burg-Gräfenrode, über die Nidda-Renaturierung, das Stadtzentrum, den Wohnungsbau bis hin zur neuen Kita in Burg-Gräfenrode.

Karnevalistisch und zugleich ernst sei es geworden, als Rahn über den Wahnsinn an Bürokratie berichtete, zum Beispiel beim Boule-Platz in Okarben. »Hier wurde jahrzehntelang Fußball gespielt. Nun brauchten wir ein teures Lärmgutachten, um zu beweisen, was jeder weiß: Boule spielen macht keinen Krach«, sagte Rahn. »In Okarben mussten wir 20 Eidechsen für 80 000 Euro umsiedeln. All das ist teuer, kostet Zeit und ist vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis nicht zu vertreten.« Das werde sich Deutschland auf Dauer nicht leisten können: »Es werden auch wieder härtere Zeiten kommen.«

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