26. März 2018, 20:57 Uhr

CDU: Neue Technik für Karben

26. März 2018, 20:57 Uhr
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Aus der Redaktion

Die CDU setzt sich erneut für schnelleres Internet in Karben ein. »Karben hat in den vergangenen Jahren in Sachen »schnelles Internet« Fortschritte gemacht«, erklärt CDU-Vorsitzender Mario Beck. Dies sei durch das »Vectoring«, das Aufrüsten der Telekom-Verteilerkästen über Glasfaseranschlüsse, geschehen. Der Nachteil: »Die letzte Meile zum Endkunden geht zumeist noch über Kupferleitungen«, schreibt Beck in einer Pressmitteilung.

»Das ›Vectoring‹ hat uns kurzfristig geholfen, wenn auch noch Versorgungslücken bestehen. Wir dürfen uns mit dem Status quo nicht zufriedengeben.« Beck fordert mehr: »Denn das Datenvolumen und die Anforderungen werden immer mehr zunehmen, von Streaming-Diensten bis hin perspektivisch zum autonomen Fahren und Telemedizin-Anwendungen. Daher wollen wir in Karben vom neuen Verfahren ›Super Vectoring‹ schnell profitieren.«

Im Wettlauf um höhere Surfgeschwindigkeiten ziehe die Deutsche Telekom nun mit einer neuen Technik nach. »Super-Vectoring« nenne sich das Verfahren, mit dem die Kupferleitungen zwischen Schaltverteilern und Haushalten auf Geschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit je Sekunde beschleunigt werden sollen.

Laut Medienberichten wolle der Konzern mit dem Ausbauprogramm schon im zweiten Halbjahr beginnen und bis zum Jahreswechsel mehrere Millionen Haushalte anschließen. Den Berichten zufolge sehe die Planung vor, dass bis dahin 15,4 Millionen Haushalte Zugriff auf diese Technik bekommen sollen. Möglich sei das überall dort, wo Verteilerkästen bereits an schnelle Glasfaser angebunden sind. Dort setzen die Telekom, aber auch einige andere Anbieter, schon eine Entstörungs-Software ein, die bisher Bandbreiten von bis zu 100 Megabit je Sekunde ermögliche.

»Wir haben von dieser Entwicklung in der Zeitung gelesen und wollen nun die Telekom an ihren Ankündigungen messen. Als wachsende Stadt im Rhein-Main-Gebiet wollen wir möglichst zu den Ersten gehören, die von der neuen Technik profitieren«, fordert Beck.

»Schnelles Internet gehört zur kommunalen Infrastruktur dazu wie der Straßen- und S-Bahn-Anschluss. Daher werden wir in der nächsten Stadtparlamentssitzung den Magistrat mandatieren, das Gespräch mit der Telekom zu suchen«, kündigt Beck an.

Glasfaser für jeden Anschluss

Langfristig seien Glasfaseranschlüsse bis in den Haushalt hinein anzustreben. Dies sei jedoch aufwendig, weshalb die neue Bundesregierung aus CDU und SPD ein Programm bis 2025 mit 12 Milliarden Euro Fördermittel aufgelegt habe.

»Der Bedarf ist jetzt da, daher brauchen wir sinnvolle Zwischenschritte, bis sich Glasfaser zum Endkunden durchsetzen. Das ›Super-Vectoring‹ kann daher ein sinnvoller Zwischenschritt sein«, erklärt Beck.

»Wir sollten daher prüfen, welche Chancen sich daraus für unsere Stadt ergeben.«



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