21. Februar 2018, 21:02 Uhr

Bezahlbare Mietwohnungen bauen

21. Februar 2018, 21:02 Uhr
Fordern sozialen Wohnungsbau: Thomas Görlich und Nora Zado. (Foto: pv)

Groko nein, Groko ja? Ist Handeln in der Regierung besser, bringt der Koalitionsvertrag Verbesserungen für die Menschen? Auf diese Fragen, die intern Diskussionsstoff sind, ging die stellvertretende Karbener SPD-Vorsitzende Nora Zado beim Heringsessen im gut besuchten Klein-Karbener Angelerheim ein. Doch die Arbeit an der Basis stand beim politischen Aschermittwoch der Karbener Sozialdemokraten im im Mittelpunkt.

Es seien gute Ideen ins Stadtparlament seitens der SPD eingebracht worden, einiges davon habe sich durchgesetzt. Etwa das Ein-Euro-Ticket für Busse und Bahn im Stadtgebiet. Mit Jugendparlament, gerechteren Kita-Tarifen führte Zado weitere Punkte an, wo Sozialdemokraten ihre Ansichten verwirklicht sehen. Auch das stete Eintreten für bezahlbaren Wohnraum trage langsam Früchte. Fraktionsvorsitzender Thomas Görlich habe das im Stadtparlament mit dem Ausspruch: »Wir fühlen uns am Erfolg ihrer Erkenntnis beteiligt«, auf den Punkt gebracht. Anregungen und Ideen seien auch von den Mitgliedern gekommen. Dafür gab es von Zado ein großes Dankeschön an die Anwesenden – und auch an die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft »60plus«, die sehr engagiert zum Parteileben beitrage.

Fraktionsvorsitzender Görlich thematisierte die Verkehrsprobleme in der Stadt. Klein-Karben müsse verkehrsberuhigt werden. Wenn man das jetzt nicht regele, werde weitere 20 Jahre nichts Gravierendes mehr passieren. Die Parksituation solle optimiert werden und für den Lkw-Durchgangsverkehr ein Durchfahrtsverbot kommen. Auch beim B3-Lückenschluss, der gebraucht werde, scheine man nicht mehr auf »der sturen Geradeausvariante« zu bestehen. Die Parkprobleme am Bahnhof Groß-Karben könnten durch eine Überbauung mit einer weiteren Parkfläche gelindert werden. Zur Refinanzierung könnten Parkgebühren für einen Anteil dann reservierter und sonstige Vorteile bietender Plätze helfen. Man brauche auch hier Geduld, glaubt Görlich, in einiger Zeit setze sich vielleicht auch hier die gute Idee durch.

Bereits 2013 habe die SPD beantragt, bezahlbare Mietwohnungen bereitzustellen und mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft sowie mit Wohnungsbaugenossenschaften Konzepte zu entwickeln. Heute, fünf Jahre danach, sei auch die CDU so weit, Kooperationspartner für die Karbener Wohnungsbau GmbH (Wobau) zu suchen, sagte Görlich mit Bezug auf einen entsprechenden Antrag zur Stadtverortnetenversammlung. »Man soll halt auch mal auf seine Opposition hören«, empfahl er unter dem Beifall der Besucher. Er kritisierte aber auch, dass die Wobau jetzt außen vor bleiben solle und immer nur extern getriebener Wohnungsbau stattfinde, der sich dann an den Interessen der Investoren ausrichte. »Muss jetzt eine verfehlte Personalplanung dafür herhalten, dass keine Bauprojekte möglich sind? Seit Jahren sind die Mitarbeiter der Wobau und KIM überlastetet.« Jetzt gehe es um die Fläche zwischen Taunusbrunnen, Quellenhof, City-Center und Luisenthaler Straße. Es fehle ein über die Einzelmaßnahmen hinausgehender Stadtentwicklungsplan, monierte Görlich.

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