01. Juni 2018, 19:43 Uhr

Auf den Spuren von Friedrich Stoltze

01. Juni 2018, 19:43 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Karbener in Frankfurts kürzlich eröffneter »Neuer Altstadt«. (Foto: pv)

Auf den Spuren von Friedrich Stoltze wandelten 25 Karbener auf Einladung der SPD-AG 60plus in Frankfurt. Ihr Interesse galt dem Mundartdichter, Journalisten und Satiriker, Dichter, Denker und Demokraten, mit seinem Eintreten für Toleranz und für ein geeintes Deutschland. Informiert und geführt wurde die Gruppe von Petra Breitkreuz, Leiterin des Stoltze-Museums der Frankfurter Sparkasse, das demnächst in der neuen Altstadt wieder eröffnen wird.

Angefangen hat der Rundgang am Haus am Dom. Im ehemaligen Gasthaus »Zum Rebstock« wurde Stoltze 1816 geboren. Eine Gedenktafel erinnert an den berühmten Bewohner, der hier seine Kindheit und Jugend verbracht hat und in der Gaststube erstmals mit dem freiheitlichen Gedankengut der oppositionellen »Demagogen« in Berührung kam. Weiter ging es in die neue Altstadt zum Hühnermarkt. Der Stoltze-Denkmalbrunnen wurde dort auf seinem angestammten Platz wieder aufgebaut. Über den Römerberg führte der Weg zum Rententurm, der nicht nur Stadtbefestigung und Sitz des Hafenmeisters war, sondern auch als Gefängnis diente. Stoltzes ältere Schwester Annett musste dort wegen ›Beteiligung an der Befreiung politischer Gefangener‹ einen sechswöchigen Arrest absitzen. Nicht mehr vorhanden am Main-Kai ist das Haus »Zum roten Männchen«, in dem Stoltze seine Kaufmannslehre absolvierte. Auf der Rathausrückseite in der Buchgasse hat Stoltze, in Sandstein gehauen, seinen Platz gefunden. Nächster Ort: die Paulskirche. Stoltze hat sich eingehend mit der Nationalversammlung befasst und seine Enttäuschung über das Ergebnis in seinem Gedicht »Vor der Paulskirche« dokumentiert. Die Hauptwache und die als Gebäude nicht mehr existierende Konstabler Wache waren 1833 Ziel des Frankfurter Wachensturms, über den Stoltze ausführlich berichtete. Zum Abschluss berichtete Breitkreuz über das Palais Thurn und Taxis, wo der Deutsche Bund seinen Sitz hatte. Stoltze konnte von seinem Redaktionsbüro schräg gegenüber gut beobachten, wer dort ein, und ausging.



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