13. Februar 2019, 20:38 Uhr

Anderer Standort, anderes Konzept?

13. Februar 2019, 20:38 Uhr
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Von Holger Pegelow
Unter diesen Sternschnuppen am Rathaus findet der Karbener Weihnachtsmarkt statt. Der Magistrat soll über Standort und Konzept nachdenken. (Foto: pe)

Der Karbener Weihnachtsmarkt erfreut sich großer Beliebtheit. Alljährlich seit 29 Jahren kommen auf dem Platz vor dem Rathaus Tausende von Menschen zusammen. Man flaniert zwischen den Buden entlang, hört und schaut sich im großen Saal des Bürgerzentrums eine der Veranstaltungen an und plaudert mit Bekannten.

Seit Jahren verfolgt die Stadt als Veranstalterin das gleiche Konzept: zu je einem Drittel sind die Stände von gewerblichen Anbietern, Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen. Von Anfang an war es das selbsterklärte Ziel der Stadt, nicht nur kommerzielle Anbieter, sondern auch viele Karbener zu haben. Damit sollte auch das Angebot gut gemischt sein.

Der CDU ist indes jetzt aufgefallen, dass »es immer mehr Essensstände und immer weniger Handwerk gibt«. So hat es die CDU-Stadtverordnete Michaela Jörg im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur angemerkt. Sie brachte den Antrag ihrer Fraktion ein, mit dem der Magistrat beauftragt werden soll, über die Zukunft des Weihnachtsmarktes nachzudenken.

Beispiel Klein-Kärber Markt

Mit den Standbeschickern soll darüber gesprochen werden, wie der Markt in Zukunft gestaltet werden soll. »Dabei ist unter anderem zu diskutieren, ob der heutige Standort beibehalten werden soll, um die Nidda-Terrassen ergänzt werden soll oder alternativ auf dem zentralen Platz der Neuen Mitte einschließlich des Parkplatzes der Selzerbrunnen-Centers stattfinden soll.« Ebenfalls sei zu prüfen, ob die Standgebühren nach dem Vorbild des Klein-Kärber Marktes so ausgestaltet werden, dass Stände ohne Bewirtung günstiger gestellt würden als jene mit, sodass auch für Aussteller mit Kunsthandwerk der Markt attraktiv bleibe.

Die CDU bewertet den Markt durchaus als »tolle Veranstaltung«, bei dem Gäste aller Generationen zusammenkommen. Aber man müsse sich Gedanken machen, wie sich der Markt »zeitgemäß weiterentwickelt«. Jede Veranstaltung brauche ab und zu ein Update, heißt es in dem Antrag weiter. Im Hinterkopf hat die CDU dabei die Verlegung des Klein-Kärber Marktes vom Hissigwald in die Rathausstraße vor das Alte Rathaus von Klein-Karben.

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) sagte, auch Bürger seien schon an die Stadt herangetreten und hätten neue Standorte vorgeschlagen. So gebe es auch die Idee, den Weihnachtsmarkt am Grillplatz im Wald zu veranstalten oder rund um das Degenfeldsche Schloss. Das könne man alles mitprüfen. Das Stadtoberhaupt gab in der Sitzung jedoch zu bedenken, dass sowohl das große Kindertheater als auch der vorweihnachtliche Seniorennachmittag im Saal des Bürgerzentrums stattfinden. Aber generell könne man doch mit den Standbetreibern gemeinsam nachdenken, ob man etwas ändern wolle.

Man darf gespannt sein, ob das schon in diesem Jahr am zweiten Adventswochenende umgesetzt wird. Immerhin wird der Markt am 7. und 8. Dezember zum insgesamt 30. Mal veranstaltet.



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