27. Juli 2018, 19:11 Uhr

Alle Kassenkredite abgelöst

27. Juli 2018, 19:11 Uhr

Der Magistrat der Stadt Bad Vilbel hat die Jahresrechnung der Stadt für das Haushaltsjahr 2017 festgestellt. Nach Mitteilung des Bürgermeisters und Kämmerers Dr. Thomas Stöhr konnte er dem Magistrat einen »außergewöhnlich guten Jahresabschluss« vorlegen. »Das Gesamtergebnis ist viel besser ausgefallen als geplant. So war im Ergebnishaushalt, der die Verwaltungstätigkeit abbildet, mit einem Überschuss von rund 120 000 Euro gerechnet worden. Mit einem jetzt festgestellten Überschuss von rund 17 Millionen Euro ist ein – bezogen auf die vergangenen Jahre – herausragendes Ergebnis eingefahren worden«, freut sich Stöhr.

Drei Millionen für Hessentag

»Vor diesem Hintergrund habe ich dem Magistrat empfohlen, drei Millionen Euro aus diesem Überschuss für die Kosten des Hessentags zurückzulegen. Eine solche Kostenbeteiligung hatte die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der Bewerbungsentscheidung beschlossen. Diese Rücklage heute schon bilden zu können, ist vorteilhaft, weil dann diese Hessentagsgelder nicht mehr zulasten künftiger Haushaltsjahre gehen.«

Konkret ergeben sich die Verbesserungen zum einen durch außerordentliche Gewinne aus den getätigten Grundstücksverkäufen der Stadt von rund 10,2 Millionen Euro. Zum anderen konnte im allgemeinen Verwaltungsbereich ein Überschuss von rund 6,8 Millionen Euro erzielt werden. Hierzu beigetragen hätten unter anderem Steuermehreinnahmen (nach Umlagen rund 4,8 Millionen Euro) sowie Minderausgaben bei den Sach- und Dienstleistungen (rund 290 000 Euro) sowie Personalkosten (rund 970 000 Euro).

Auch der Finanzhaushalt 2017, der die Investitionstätigkeit des Jahres widerspiegelt, könne mit erfreulichen Zahlen aufwarten. Investitionen von rund 9,7 Millionen Euro konnten laut Stöhr ohne Kreditaufnahme finanziert werden. Zusätzlich konnten Kredite in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro getilgt werden, wodurch die Darlehensschulden der Stadt zum Ende des Jahres 2017 auf rund 26 Mio. Euro weiter gesunken sind. »Ferner zeichnet sich der Jahresabschluss 2017 durch einen außergewöhnlich hohen Liquiditätszufluss von rund 37 Mio. Euro aus. Während andere Städte den Kreditrahmen der städtischen Girokonten, die sogenannten Kassenkredite, in Millionenhöhe belasten müssen, benötigte Bad Vilbel zum Stichtag 1. Januar 2018 keinerlei solcher Kassenkredite mehr. Vielmehr bestand an diesem Stichtag sogar ein Liquiditätsüberschuss von rund 23,3 Millionen Euro, der nahezu dem Betrag aller Darlehensschulden der Stadt entsprach«, ergänzt Stöhr.

Der Jahresabschluss wird nun dem Rechnungsprüfungsamt der Stadt zur Prüfung weitergeleitet. Nach Abschluss dieser Prüfung wird dann der Stadtverordnetenversammlung der Jahresabschluss mit Prüfbericht zur Beschlussfassung und zur Entlastung des Magistrats vorgelegt.

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