25. Mai 2017, 20:18 Uhr

Aha-Momente in der Aula

25. Mai 2017, 20:18 Uhr
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Von Christine Fauerbach
Mehr als 100 junge Musiker gestalten das Unplugged-Konzert Klang-Farbe-Bekennen der Kurt-Schumacher-Schule. Dabei entstehen riesige Chorensembles wie beim Auftritt des großen Chors aus Chorklassen, AGs und Stufenchören. (Foto: cf)

»Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten«, sagte der österreichische Komponist Gustav Mahler. Einen klingenden und singenden Beweis für diese These lieferten beim Unplugged-Konzert »Klang-Farbe-Bekennen« Schüler und Lehrer der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Jede Stimme ist anders und auch jedes akustische Instrument hat einen individuellen Klang. Auf diese Weise transportierten die jungen Musiker facettenreich Stimmungen. In der Aula der KSS musizieren mehr als 100 Aktive. Auf der Bühne standen sie einzeln, im Duo oder gemeinsam die Sänger des Unterstufen-, Mittelstufen- oder Oberstufen-Chores, des Grundkurses Musik, der Chorklassen fünf und sechs und der Musik-AG. Über Nachwuchsmangel bei den Chören kann Lehrerin Veronika Jezovsek nicht klagen: »Zu mir kommen immer wieder Schüler, die vorsingen wollen, um dann in einem der Chöre mitsingen zu können.« Auch mit talentierten Nachwuchsmusikern ist die KSS gesegnet, wie beim Konzert zu hören war. Einige wie Luise Hilger und Ida Gubitzer zeigten ihr Können an zwei Instrumenten. »Luise ist ein Ass auf der Querflöte und hat jetzt mit Klavierspielen angefangen«, sagte Jezovsek, die auch als Sängerin und Pianistin auftrat. Luise interpretierte am Flügel »Just a dream« und auf der Querflöte gemeinsam mit den Chören und anderen Instrumentalisten »Can’t stop the feeling«. Gemeinsam mit Posaunist Patrick Biermann aus der Mittelstufe hatte die Oberstufenschülerin auf der Querflöte das moderne Stück »Le diamant bleu« von Jean-Francois Basteau einstudiert. »Die teils dissonanten Klangfarben in diesem Stück sind gewollt.«

Zu Talenten gehören die Abiturientinnen Ida Gubitzer, Kim Müller und Verena Roth. Gubitzer und Müller spielen nicht nur mehrere Instrumente, sondern sie komponieren auch wie Mittelstufenschülerin Eda Kurt. Gubitzer interpretierte auf der Ukulele ihr selbst komponiertes Lied »Freundschaft bleibt«, um später auf dem Flügel den Birdy-Song »People help the people« mit ihrer Schwester Linn zu spielen und singen. Pianistin Verena Roth spielte von Robert Schumann »Warum?« und »Grillen« aus »Phantasiestücke, opus 12«. Pianist Maximilian Reichler aus der sechsten Klasse interpretierte das romantische »Andante« aus der Sonata »Facile« von Mozart. Die Bandbreite der auf Instrumenten und mit Stimme dargebotenen Klangfarben war groß. Sie reichte von deutsch- und englischsprachigen Liedern wie »Wie schön du bist« und »Der Mörder ist immer der Gärtner« (Chorklasse 5) und deutschen Volksliedern wie »Kein schöner Land« über Pop- und Rocksongs wie »Keine Maschine« (Unterstufenchor) über Balladen wie »The sound of silence« und »If I could fly« (Sängerin Svenja Berger) bis zu klassischen Kompositionen. »Alles nur geklaut« verkündete der Oberstufenchor und die Sängerinnen Annnika Freund und Laura Vetter begeisterte mit dem Lied »Million reasons«. Auf und vor der Bühne standen quicklebendige, gut ausgebildete und bestens gelaunte Schüler, die bei ihren gespannten Zuhörern mit leisen und lauten, schrillen und sanften Klangfarben für viele Aha-Momente und Gänsehaut sorgten.



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