23. Oktober 2019, 19:26 Uhr

20 Prozent Grün im »Brunnenquartier«

23. Oktober 2019, 19:26 Uhr

Fünf Gruppen hatten in der sogenannten Bürgerwerkstatt Ideen zu Papier gebracht und daraus Modelle entwickelt, wie das künftige Baugebiet an der Brunnenstraße aussehen könnte. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Infrastruktur hat der Fachdienstleiter Bauen, Heiko Heinzel, erläutert, wie es nun planerisch weitergeht.

Rahn: Wollen gesamte Fläche

Anlass war, dass der notwendige Bebauungsplan für das Gebiet auf den Weg gebracht werden muss. Der Hintergrund: Die Stadt muss eine Abweichung vom Regionalen Flächennutzungsplan beantragen - und das Prozedere kann lange dauern, wie Heinzel deutlich machte.

Aktuell sei die informelle Rahmenplanung in Arbeit. Die erste Vorstufe mit der Bürgerwerkstatt werde bis zum Jahresende ausgewertet. Nun gehe es um mehrere Beschlüsse zum Bebauungsplan 203. Zunächst um den Einstieg in das formelle Planverfahren, dann auch um eine Baulandumlegung. Wie Bürgermeister Guido Rahn (CDU) ergänzte, gehöre der Großteil der Flächen bereits der Stadt und der Hessischen Landgesellschaft, mit der die Stadt zusammenarbeite. Aber es gebe noch einige private Grundstückseigentümer, »zirka sechs«. Mit denen werde die Stadt jetzt in Verbindung treten. Konkret geht es darum, dass sie ein anderes Grundstück oder einen finanziellen Ausgleich erhalten. Bis auf eine ganz kleine Ecke Richtung Nidda will die Stadt die kompletten 7,7 Hektar in ihren Besitz kriegen. Für die Baulandumlegung rechnet der Experte aus dem städtischen Bauamt mit rund einem Jahr Bearbeitungszeit.

Sehr lange dauern dürfte auch das Verfahren zur Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans. Dazu müsse beim Regionalverband ein Antrag auf Abweichung gestellt werden. Denn bislang ist das Gebiet im Stadtzentrum als landwirtschaftliche Fläche eingetragen. Künftig soll es Wohnnutzung und Freiflächen enthalten. Gültige Beschlusslage des Stadtparlaments ist in diesem Zusammenhang bereits der Grünzug von bis zu 30 Metern Breite, der sich entlang der bestehenden Bebauung in der Luisenthaler Straße ziehen soll. Formell soll beantragt werden, dass 20 Prozent der Gesamtfläche von 7,7 Hektar als öffentliche Grünflächen deklariert werden. Rahn ergänzend: »Das ist nur der Anteil der öffentlichen Grünfläche. Hinzukommen noch Grünflächen in Gärten und zwischen den Häuern.« Schon die fünf Modelle zeigten deutlich, dass die Bürger hier mehr Grün wünschen. Ob dies alles komplett entlang der Bebauung in voller Breite laufen müsse oder auch in der Mitte des Wohngebietes angeordnet werden könne, sei noch offen.

Einstimmig Auftrag erteilt

Von der bebaubaren Fläche von 61 700 Quadratmetern seien 56 700 Quadratmeter fürs Wohnen vorgesehen, 5000 Quadratmeter als Mischgebiet. Einstimmig haben die Ausschussmitglieder die Stadt beauftragt, einen Bebauungsplan aufzustellen, die Baulandumlegung einzuleiten und beim Regionalverband die Änderung des Flächennutzungsplans zu beantragen.

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