07. Dezember 2014, 18:33 Uhr

Europäische Schule weiht Primarschulgebäude ein

Bad Vilbel (cf). Mit einer ebenso emotionalen wie fröhlichen und symbolträchtigen Feier weihten Schüler und Lehrer der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM) mit zahlreichen Gästen aus Politik sowie den Eltern, Freunden und Förderern ihr Primarschulgebäude ein.
07. Dezember 2014, 18:33 Uhr
Der neue Gebäudetrakt der Primarschule der ESRM an der Dortelweiler Theodor-Heuss-Straße.

Eröffnet wurde der Reigen aus Ansprachen, Grußworten und der symbolischen Schlüsselübergabe, die mit Gesang und Musik umrahmt wurden, symbolträchtig von der Hymne der Europäischen Union (EU). Die Melodie stammt aus der Neunten Symphonie, die Ludwig van Beethoven 1823 als Vertonung der von Friedrich Schiller verfassten »Ode an die Freude« komponierte. Die Ode ist seit 1985 offizielle Hymne der EU. Sie repräsentiert diese und zugleich die europäischen Werte Freiheit, Frieden und Solidarität. Ergänzt wurden Chorgesang und Musik mit eingespielten Luftaufnahmen der ESRM und ihres Areals. Grund- und Vorschüler zeigten »Flagge« und präsentierten eingerahmt von zwei EU-Fahnen die Nationalflaggen aller 28 Mitgliedstaaten.

»Solide Finanzausstattung«

In seiner Begrüßungsrede sprach Direktor Tom Zijlstra von einem »Traum, der Wirklichkeit wurde«. Und dankte unter anderem der Humanistischen Stiftung Frankfurt als Träger der Schul-GmbH, »ohne deren solide finanzielle Ausstattung es uns nicht geben würde«. Zwei Jahre nach Eröffnung der ESRM weihe man mit dem zweiten Bauabschnitt nun eine stattliche Erweiterung ein.

In dessen drei Gebäuden untergebracht sind 28 Klassenzimmer, eine zweite Mensa und Bibliothek, Waschbereich und Toiletten für die 604 Grund- und die 65 vier und fünf Jahre jungen Vorschüler.

Kari Kivinen, Generalsekretär der Europäischen Schulen, gratulierte zum Erfolg. Wichtiger als schöne Gebäude sei das Leben in ihnen. Die fast 1000 Schüler der ESRM von heute suchten in den 2030er Jahren Arbeitsplätze. Dafür benötigten sie eine gute Basis aus Wissen und Fähigkeiten. Kivinen überreichte an den Direktor als Geschenk das gerahmte, in drei Sprachen verfasste Statement der Europäischen Schulen.

Der Friedberger Architekt Michael Frielinghaus überbrachte eine Zuwendung an den Schulfonds mit den Worten: »Die Schulräume sind Lebensräume der Zukunft.«

Ehrenstadtrat Klaus Minkel holte sich vom Architekten und dem Vertreter der Baufirma den Schlüssel, bevor diese ihn an die Direktoren weiterreichen konnten.

Minkel, zugleich 1. Werkleiter der Stadtwerke und Geschäftsführer der Schul-GmbH, erinnerte als Vertreter der Bauherrin Stadtwerke an die 40 Millionen Euro, welche diese in die Gebäude investiert hätten.
Zudem habe die Humanistische Stiftung 2,5 Millionen Euro für die Inneneinrichtung bereit gestellt. »Jeder Vilbeler trug ein Risiko von 1200 Euro«, sagte Minkel, bevor er den Schlüssel an Direktor Tom Zijlstra und Co-Direktorin Gitta Lotz weiterreichte.

Landrat Joachim Arnold lobte »die fruchtbare Wetterau« mit einem Einzugsgebiet von insgesamt 1,5 Millionen Menschen als richtigen Standort für die ESRM.



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