14. November 2014, 09:18 Uhr

Schwerer Sturz auf dem Niddaplatz

Bad Vilbel (ach) Eigentlich habe sie nur einen Einkaufsbummel machen wollen. Doch dieser endete für eine 68-jährige Bad Vilbelerin am vergangenen Freitag mit einem schweren Sturz auf dem Niddaplatz, bei dem sie sich einen Schulterbruch und Gesichtsverletzungen zuzog. Die Frau wird heute in der Frankfurter Uni-Klinik operiert.
14. November 2014, 09:18 Uhr
Über den rechten Schachtdeckel vor dem Stadtbibliothekseingang ist die Bad Vilbelerin gestürzt und hat sich schwer verletzt. Die Stadt hat die Stelle ausbessern lassen. (Foto: cf)

Es war gegen 17.15 Uhr, es nieselte leicht, und es war schon duster«, berichtet die Vilbelerin (Name der Red. bekannt) im Gespräch mit der WZ. Alles sei grau in Grau gewesen, und dieser Bereich des Platzes sei nicht besonders hell beleuchtet. Sie hatte Taschen in jeder Hand und lief etwa in Höhe des Eingangs zur Stadtbibliothek. Dabei übersah sie einen Schachtdeckel, der etwas höher stand und mit grauem Sand umfüllt war. »Ich trat in den Sand, der weich war und nachgab und muss wohl mit der Spitze dann gegen den Deckel gestoßen sein. Da ich in beiden Händen die Handtasche und einen Beutel hatte, habe ich mich nicht abstützen können und bin voll aufs Gesicht gefallen«, schildert die Verletzte den Vorgang.

Passanten hätten ihr gleich geholfen. Ein Kriminalbeamter aus Frankfurt, der zufällig vorbeikam, habe alles Nötige in die Wege geleitet, die Polizei verständigt und einen Krankenwagen gerufen. Mit diesem sei sie dann in die Uni-Klinik transportiert worden. Nach einem CT und einer Röntgenuntersuchung habe sich herausgestellt, dass die schmerzende Schulter nicht nur geprellt, sondern gebrochen ist. Doch die Klinik könne die Operation, wie die Dame berichtet, aus Überlastungsgründen erst am heutigen Freitag vornehmen.

Die Frau und ihre Tochter sind einen Tag nach dem Unfall zur Vilbeler Polizeistation gefahren und haben dort den Sturz zu Protokoll gegeben. Jetzt gilt es, die Versicherungsfrage zu klären.

Stadtsprecher Bastian Zander bestätigte auf WZ-Nachfrage den Unfall: »Das tut uns sehr leid«, betont er. Wer jedoch der Verursacher des Asphaltschadens sei, das müsse nun geklärt werden. Die Stadt sei zwar bekanntlich nur Mieterin des Niddaplatzes, sie habe jedoch nach Mitteilung des Vorfalls den Bauhof beauftragt, die Stelle mit Kaltasphalt auszubessern. Der Platz gehört der Conti Immobilien- und Verwaltungs GmbH mit Sitz in Frankfurt.

Im Sommer hätten an der Stelle, wo sich das Loch befand, Tische und Stühle des Restaurants »Mondnacht« im Freien gestanden. Möglicherweise habe ein Bauunternehmen deshalb vergessen, die Stelle richtig auszubessern. Die Stadt habe dort in den letzten Wochen gar keine Arbeiten verrichtet, teilt Zander mit. »Jetzt muss erst geklärt werden, wer dort gebuddelt und das Ganze nicht ordnungsgemäß hinterlassen hat«, betont der Stadtsprecher.

Dessen Versicherung wird dann Zahlungen zu leisten haben.



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