20. August 2014, 19:58 Uhr

Landwirtschaftsministerin vom Dottenfelderhof beeindruckt

Bad Vilbel (bro). Im Rahmen ihrer zweiwöchigen Sommertour besuchte Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) gestern Nachmittag auch zum ersten Mal den Dottenfelderhof. Bei einem Rundgang informierte sich die grüne Ministerin über die Besonderheiten des Betriebs.
20. August 2014, 19:58 Uhr
Zu fressen hat die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz zwar nichts dabei, aber die Hühner kommen dennoch neugierig an den Zaun. (Foto: Brockmann)

Hier wird biologisch-dynamisch gewirtschaftet, und die Produkte des Hofes werden im zugehörigen Hofladen verkauft. Zudem bietet der Dottenfelderhof eine eigene Konditorei und Bäckerei. Außerdem wird eine eigene Landbauschule betrieben. Damit ist der Hof ein idealtypisches Beispiel für einen ganzheitlichen Ansatz in der Landwirtschaft.

»Bei den Besuchen auf der Sommertour«, so Hinz auf der sich anschließenden Pressekonferenz, »suche ich die Begegnungen mit den Menschen der Praxis, möchte sehen, hören, mit ihnen sprechen. Das ist besser als nur das Studium von Akten.«

Der Rundgang war sehr interessant für sie, wie sie betonte. Beeindruckt habe sie die Tatsache, dass auf dem Hof nur so viele Schweine gemästet werden, wie für die Fütterung entsprechend ökologisch angebautes Futter erzeugt werden kann. Auch die Forschung im Bereich der unterschiedlichen Saatgüter sei für sie interessant gewesen, berichtete sie. Ebenfalls positiv sei die bei der Kälberaufzucht die Idee der »Mutter gebundenen Kälber«, eine Idee einer früheren Studentin auf dem Hof. Dies habe sie ebenfalls sehr beeindruckt, vor allem, weil hier Ausbildung und Fortbildung in einem direkten Praxisbezug vor Ort stattfinden.

Die dritte Besichtigungsstation war die Haltung und Zucht des Geflügels, ein Problemfeld, dessen Thematik sie nach eigenen Angaben sehr beschäftigt.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer ministeriellen Arbeit sei es, die Ausbildung im Bereich ökologischer Landwirtschaft umzu- strukturieren, berichtete die Grünen-Ministerin. So wird in Absprache mit den anderen für Landwirtschaft zuständigen Länderministerien und Schulministerien bundesweit der schwierige und umfassende ökologische Landbau wieder als Fach in den Fach- und Berufsschulen eingerichtet werden. Hessen will damit zum neuen Schuljahr beginnen, kündigte die Ministerin an.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Bereich ökologisch-dynamische Landwirtschaft ist die Vermarktung. Hier müssten bessere Strukturen geschaffen werden. Der Hofladen sei nur ein Anfang, doch wo Erzeuger und Verbraucher weiter voneinander entfernt seien, müssten bessere Wege der Vermarktung gefunden werden.



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