Bad Vilbel

Probekochen folgt in Kürze

Bad Vilbel (cf). Vor allem bei Katastropheneinsätzen, aber auch bei Festen und Übungen kommt die neue Feldküche »TFK 250« der Gronauer Feuerwehr ab sofort zum Einsatz. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr übergab sie mit dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll an Wehrführer Gerald Lamb und die Einsatzabteilung.
14. Januar 2014, 18:08 Uhr
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Mit Riesen-Schöpfkelle und Co. vor dem neuen Küchenwagen: Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (2. v. r.) und Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (r.) mit Wehrführer Gerald Lamb, Jörg Weisenstein und dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll (v. r.). (cf)

»Die bisherige Feldküche war Baujahr 1963 und nicht mehr reparabel«, sagte Stöhr.

Aufs Recycling spezialisiert

Eine fabrikneue Feldküche kostet nach Auskunft von Karlheinz Moll zwischen 115 000 und 118 000 Euro. Deshalb entschieden sich Stadt und Feuerwehr für den Kauf einer gebrauchten, die das Budget nur mit 25 000 Euro belastete. Gekauft wurde die generalüberholte und neu lackierte Feldküche beim Feldküchencenter eines Unternehmens in Weißenfels. Das hat sich neben dem Verkauf fabrikneuer Feldküchen getreu der Devise aus Alt mach Neu, auf »Feldküchen-
Recycling« spezialisiert. Wehrführer Lamb und Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer dankten der Stadt für ihre Investition.

Die neue Feldküche ist, wie ihre Bezeichnung »TFK 250« signalisiert, für die Versorgung von mindestens 250 Personen ausgelegt. Auf der Anhängerseite befinden sich zwei tiefe Kessel mit je 125 Liter Fassungsvermögen und zwei Siebeinsätzen und einem Warmwasserbehälter. Die gegenüberliegende Seite der Feldküche ist mit zwei je 25-Liter- Pfannen und zwei Backröhren ausgestattet. Die Gasbrenner, Schläuche, Thermometer, das Plandach und die rote Lackierung sind neu. Die Gronauer Feuerwehr hat von ihrer alten Feldküche noch einen Schutzvorhang und ein Küchenzelt aufgehoben.

Die Freude über die neue Feldküche wurde durch die Aufregung bei der Abholung
getrübt. Mitten auf der Strecke streikte die Automatik des Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF). Deshalb mussten sich die
Gronauer Brandschützer noch drei Tage länger gedulden, bis sie ihre neue Küche bei der Weißenfelser Firma abholen konnten.

Dann stand das Prachtstück im Vilbeler Stützpunkt, bis es nach seiner Anmeldung mit dem Kennzeichen »FB 3401« endlich in Gronau eintraf. Karlheinz Moll und Gerald Lamb informierten, dass ein Probekochen im Vilbeler Stützpunkt mit Vertretern aus allen Stadtteilwehren in Kürze stattfinde. Mindestens zwei Brandschützer aus jeder Wehr sollten mit der neuen Feldküche in der Praxis vertraut gemacht werden. »Das gemeinsam gekochte Essen stellen wir der Bad Vilbeler Tafel zur Verfügung«, kündigten die beiden an.

Moll und Lamb hatten am Montagabend einen weiteren Grund zur Freude als ihnen Jörg Weisenstein im Namen des Gronauer Feuerwehrvereins eine Wärmebildkamera im Wert von 6500 Euro überreichte. Lamb dankte den Vereinsmitgliedern und sagte, dass die Wärmebildkamera eine große Hilfe bei der Suche nach Personen oder Tieren in verrauchten Räumen sei. Die Gronauer Wehr hatte bisher noch keine eigene Wärmebildkamera.

Bei der Übergabe der beiden Investitionen war Prominenz aus der Politik anwesend. Landtagsabgeordneter Tobias Utter und die Fraktionsvorsitzende Irene Utter hatten den CDU-Landratskandidaten Thorsten Herrmann mit ins Feuerwehrhaus gebracht. »Ich bin gern gekommen, weil die Wehr aus Bad Vilbel-Gronau mit der Wehr aus Bensheim-Gronau verschwistert ist«, sagte der Bensheimer Bürgermeister Herrmann.

Wehrführer Lamb sagte, dass sich seit September 2008 alle Gronauer Wehren aus Deutschland einmal jährlich treffen. Die Wehr Bad Vilbel-Gronau hatte damals die Feuerwehren aus Gronau/Leine, Bensheim-Gronau und Rödersheim-Gronau eingeladen. Außer dem Ortsnamen verbindet die Wehrleute ihr ehrenamtliches Engagement. Die SPD Bad Vilbel wurde von der Stadtverordneten Vered Zur-Panzer vertreten. An den offiziellen Teil schloss sich ein geselliges Beisammensein an. Am Stand von Simone Weisenstein, Sabine Empter und Raphaela Iacobino versorgten sich alle mit Gronauer Wurstspezialitäten und Getränken.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/bad-vilbel/art550,88056

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