22. Juli 2013, 20:18 Uhr

Schnelle Hilfe bei Unfällen

Bad Vilbel (pm/ach). Erneut konnte die Bad Vilbeler Feuerwehr ein Feuerwehreinsatzfahrzeug an die vor vier Jahren von Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel neu gegründete Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Pilu im Nordwesten von Rumänien verschenken.
22. Juli 2013, 20:18 Uhr
Gerhard Stengel (M.) mit Vertretern aus Pilu. (Foto: pv)

Dank der Stadtwerke Bad Vilbel und der Ovag habe das Fahrzeug von der Quellenstadt für 3500 Euro gekauft werden und dann nach Pilu, direkt an der rumänisch-ungarischen Grenze gelegen, gefahren werden können. Es sei schon Tradition, dass Stadtwerke sowie OVAG beim Aufbau von Feuerwehren in Rumänien und
Ungarn finanziell helfen, so Stengel in einer Pressemitteilung.

Die Übergabe des 27 Jahre alten so genannten Vorausrüstwagens der Gronauer Feuerwehr an die Gemeinde Pilu erfolgte im Beisein der inzwischen ausgebildeten Mitglieder der Einsatzabteilung und der neu gegründeten Mitglieder der Jugendfeuerwehr an den Bürgermeister der Gemeinde Pilu,
Tibi Acs. Es sei das zweite Feuerwehrfahrzeug, das die Feuerwehr aus Bad Vilbel erhalten habe, so Stengel.

Durch Pilu führe eine schmale, aber sehr, sehr stark befahrene Landstraße. Der gesamte Lkw-Verkehr aus Westeuropa befahre diese Straße und das auch noch in beide Richtungen, wie Stengel weiter berichtet. Die
Autobahn in Ungarn ende in Kecskemet. Von da ab führe der gesamte Lastwagenverkehr nach Süden (Rumänien, Türkei Griechenland, Bulgarien) über diese Straße. Er, Stengel, sei in der Vergangenheit oft Zeuge von schweren Verkehrsunfällen gewesen. Das habe ihn darin bestärkt, dieses Fahrzeug für
Pilu zu organisieren.

Seilwinde und Rettungsschere

Der Vorausrüstwagen sei ein für die technische Hilfeleistung besonders gestaltetes Spezialfahrzeug mit eingebautem Stromgenerator, einer Seilwinde, hydraulischer Rettungsschere und hydraulischem Rettungsspreizer. Die dortige Feuerwehr könne nun bei den vielen Verkehrsunfällen schnelle und optimale Hilfe leisten.

Die Überführungskosten für diesen ausgemusterten Vorausrüstwagen seien von der Stadt Bad Vilbel übernommen worden. Bürgermeister und die Feuerwehrleute der Gemeinde Pilu seien voller Freude über dieses wertvolle Einsatzfahrzeug und sicher, dass es die technische Hilfeleistung auf der stark befahrenen Straße erheblich verbessern werde.

Stengel hob die Unterstützung bei der Organisation der Überführung des Fahrzeuges durch Ersten Stadtrat Jörg Frank, Stadtbrandinspektor Matthias Meffert, den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll und von weiteren vier Feuerwehrmännern hervor.

Während der 25-jährigen Tätigkeit als Stadtbrandinspektor in Bad Vilbel hatte Stengel nach der politischen Wende in Europa einen regen Erfahrungsaustausch mit vielen Feuerwehren im Südosten und Südwesten Ungarns sowie mit rumänischen Gemeinden und Städten begonnen.

»In diesem Zusammenhang konnten wir inzwischen weitere Freiwillige Feuerwehren wieder und neu gründen, so in den rumänischen Städten Lipova, Pecika, Kurditsch in Pilu und in Oradea«, so Stengel. Seit 23 Jahren organisiere die Feuerwehr Bad Vilbel in Zusammenarbeit mit dem heimischen Christopherus Verein unter seiner Leitung Hilfsgütertransporte für Kinder-, Altenheime, Schulen und Krankenhäuser in Südost-, Südwestungarn, Serbien, Rumänien und Moldawien und sie helfe bei der Umgestaltung der Feuerwehren sowie bei der Gründung von Jugendfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren in Mittelosteuropa nach europäischem Vorbild.

Es würden noch weitere Feuerwehrfahrzeuge, Mannschaftstransportfahrzeuge, Pkw und Kanalsaugfahrzeuge benötigt. Zudem bräuchte man einen ausgemusterten Rettungswagen, der im Krankenhaus der Stadt Gyula zum Baby-Notarztwagen umgebaut werden solle. Dieses System habe eine ungarische Ärzte- und Feuerwehrdelegation in Frankfurt während eines Besuches kennengelernt, so Stengel abschließend.

Spenden können auf folgendes Konto eingezahlt werden (Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt): Sparkasse Wetterau, BLZ 518 500 79, Konto-Nr. 10 400 78 30, Kennwort: »Hilfe für Menschen in Mittelosteuropa«.

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