15. Februar 2013, 15:33 Uhr

Digital statt hinter Glas

Bad Vilbel (pm). Die Aushängekästen werden aus dem Stadtbild verschwinden. Der Grund: Die städtische Informationspolitik soll umgestellt werden. Sämtliche öffentliche Bekanntmachungen sollen künftig auf einem neuen Internetportal verfügbar sein.
15. Februar 2013, 15:33 Uhr
Hat ausgedient: Der Schaukasten vor dem Bad Vilbeler Rathaus wird ebenso weichen wie die 21 anderen Kästen im Stadtgebiet. (Foto: pe)

Damit will die Stadt »die Veröffentlichung ihrer Bekanntmachungen den gesellschaftlichen Veränderungen und dem technischen Fortschritt anpassen«, teilt Bad Vilbels Hauptamtsleiter Walter Lassek via Pressemitteilung mit.

Das Internet erobert die Welt, macht auch vor der Informationspolitik Bad Vilbels nicht Halt. »Mit der neuen Technologie wird man sich Stück für Stück von den nicht mehr zeitgemäßen städtischen Aushangkästen trennen müssen«, sagt Hauptamtsleiter Walter Lassek.

Auch unter Berücksichtigung der mit den Schaukästen verbundenen »erheblichen Sach- und Personalkosten« sei eine Weiternutzung nicht mehr zu vertreten. Die Schlösser der 22 Kästen, die im Stadtgebiet verteilt sind, seien in den Wintermonaten regelmäßig eingefroren, müssten aufwendig mit einem Brenner aufgetaut werden. Hinzu komme, dass öffentliche Bekanntmachungen wegen des beschränkten Platzes in den Kästen teilweise in gekürzter Form oder unvollständig ausgehängt werden müssten. Die Kästen seien zudem sanierungsbedürftig. Wolle man sie erhalten, müssten rund 20 000 Euro investiert werden. »Dieses Geld kann mit der neuen Technologie im Sinne des Steuerzahlers eingespart werden.«

Neues Internetportal geplant

Bereits in der Vergangenheit sei der Aushang in den Kästen weitgehend auf die Einladungen zu den Sitzungen der städtischen Gremien beschränkt worden. »Alles Gründe, die zu einem Wechsel der Informationswege führen sollten«, sagt Lassek.

»Mittels des neuen digitalen Stadtportals auf der städtischen Homepage, die in den kommenden Wochen gestartet wird, ist so jederzeit und von nahezu allen Orten der Welt ein Zugriff auf die neuesten Meldungen der Stadt möglich.« Dort könnten etwa umfangreichen Bebauungspläne bereitgestellt werden. Auch werde es einen neuen Service für die Bürger geben: Sie sollen auf dem Stadtportal künftig die Möglichkeit haben, Anregungen zu geben, erläutert Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr. Auf dem geplanten Portal soll es Informationen aus den verschiedensten Bereichen geben. Neben Verzeichnissen von Kitas, Schulen, Sehenswürdigkeiten, Ärzten und Apotheken sollen auch Informationen aus der Kommunalpolitik und mehr bereit stehen. Öffentliche Bekanntmachungen sollen zudem auch künftig an die lokale Presse weitergeleitet werden.

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