25. Oktober 2010, 19:48 Uhr

Der Spielplan für die Burgfestspiele 2011 steht

Bad Vilbel (koe). Der Spielplan steht und die Leitungsteam sind zusammengesetzt. Für die Saison 2011 der Burgfestspiel setzt Intendant Claus-Günther Kunzmann bei den fünf Eigenproduktionen auf die bewährte Mischung aus Komödie, Klassiker und Musical. Trotzdem gibt es einige Neuerungen: Sowohl in der Burg selber, als auch bei der Besetzung. Auf welche Stücke sich die Zuschauer zum 25. Juniläum im nächsten Sommer freuen dürfen, stellen die Verantwortlichen am Montag vor.
25. Oktober 2010, 19:48 Uhr
Stellen die neuen Stücke vor, die in der kommenden Burgfestspiel-Saison gespielt werden (v.l.): Intendant Claus-Günther Kunzmann, Dramaturgin und Pressesprecherin Ruth Schröfel, Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Angelika Zwack, ebenfalls zuständig für Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit. (Foto: Köhnkow)

»Besser sehen und sitzen«, lautet das neue Konzept in der Wasserburg. Die neue Tribüne wird aus einem Guss sein und mehr überdachte Plätze haben als bisher, wie Kunzmann erklärte. Auch die bisherigen Schalensitze werden wegfallen und durch Stühle ersetzt. Deshalb wird es keine »Kategorie E« mehr geben. Für behinderte Menschen stehe mehr Raum zur Verfügung. In Sachen Sicherheit habe man einiges getan, sagte Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr: Weitere Fluchtwege, Maßnahmen zum Blitzschutz und ein zweiter Ein- und Ausgang gehören dazu.

Im Theaterkeller gibt es ebenfalls eine neue Struktur: Stühle und Tische sollen auf drei Sitzebenen stehen, die Bestuhlung rutscht nach vorne, sodass im hinteren Teil zwei Ausgänge frei bleiben. Daher wird der Palas im vorderen Teil demnächst abgedichtet. Viele der Änderungen seien auf Wunsch der Zuschauer vorgenommen worden, sagte Kunzmann. Auf Vorschläge oder Beschwerden habe man reagiert. Einige Stangen bei der Überdachung wird es nicht mehr geben, so sollen Besucher durch diese an einigen Plätzen nicht rechts und links eingeschränkt sehen.

Die Burgfestspiele begehen in der kommenden Saison ein Jubiläum - 25 Jahre gibt es diese kulturelle Institution bereits in der Quellenstadt. Dazu wird es im Foyer der Alten Mühle eine Ausstellung geben. Diese wird am Sonntag, 5. Juni 2011, um 15 Uhr eröffnet.

Den Auftakt der Burgfestspiele macht am Samstag, 4. Juni, das Stück »Die Feuerzangenbowle« nach dem Roman von Heinrich Spoerl. Regie wird Adelheid Müther führen. Kunzmann charakterisiert das Stück - das einigen aus der Verfilmung mit Heinz Rühmann bekannt sein dürfte - als »zeitlose, zauberhafte Geschichte.« Es wird hier keine moderne Inszenierung geben, da das Stück »in der Zeit behaftet ist«, sagte der Intendant.

Gleiches gilt für das Musical »Anatevka« (Premiere am Donnerstag, 9. Juni 2011). Es ist an das Stück »Tewje, der Milchmann« von Scholem Alejchem (»Fidler on the Roof«) angelehnt. Egon Baumgarten soll Regie führen, Thomas Lorey übernimmt die musikalische Leitung. Das Stück wird in Russland um 1905 spielen. »Traditionen sind das zentrale Thema«, meinte Kunzmann.

Traditionell gibt es in jeder Festspiel-Saison ein klassisches Stück. 2011 wird erneut Schiller gespielt: »Don Karlos« hat am Freitag, 17. Juni, Premiere. Harald Demmer übernimmt - wie auch in diesem Jahr bei »Die Räuber - die Regie. »Schiller wirft etliche Fragestellungen der heutigen Zeit auf«, so der Intendant.

Ein neues Konzept gibt es bei der Schlagerrevue: Nach den 50er-, 60er- und 70er-Jahren wollte man nicht einfach mit den 80ern weitermachen. Ab sofort werden die Revuen unter ein Thema gestellt: »Tortellini, Touristen und ein Testament« heißt es in der kommenden Spielzeit. Die Aufführung (Premiere am Donnerstag, 30. Juni) wird die Zuschauer musikalisch nach Italien entführen. Auch personell gibt es dabei Veränderungen: Buch und Regie stammen von Benedikt Borrmann. Er inszenierte dieses Jahr die Ufa-Revue. Baumgarten macht dafür 2011 das Spätprogramm im Theaterkeller.

Dort wird ganz bewusst auf einen Kontrast zum Bühnenprogramm gesetzt: Die »Junk-Opera«, wie es in Fachkreisen heißt, »Shockheaded Peter - Struwwelpeter« hat am Sonntag, 19. Juni, Premiere. Die britische Band »Tiger Lillies« hat dieses schräge Musical mit Horrorgeschichten entwickelt. Die musikalische Leitung übernimmt Markus Höller. »Für Kinder ist das Stück ausdrücklich nicht geeignet«, so Stöhr.

Schlussendlich gibt es auch wieder ein Stück angelehnt an »Die Kalender Boys«. Christian H. Voss inszeniert »Ganze Kerle«. Männer schlüpfen für einen guten Zweck in Frauenkleider kündigen die Veranstalter an.

Natürlich dürfen auch die Gastspiele und Matineen nicht fehlen. Bekannte Gesichter wie die »Leipziger Pfeffermühle«, »Misia«, »6-Zylinder«, Walter Renneisen oder Giora Feidmann werden dabei sein. Erstmals in der Quellenstadt wird Axel Hacke auftreten.

Derzeit gehen Bewerbungen der Schauspieler ein und erste Vorsprechen laufen. Für das Kinderprogramm hat sich Kunzmann auch Neues überlegt. Einzelheiten wolle er in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Die Preise für die Tickets wurden leicht erhöht. Einen Euro mehr pro Karte muss 2011 gezahlt werden. Allerdings habe die Stadt an den Ermäßigungen nichts geändert. »Der soziale Aspekt bleibt erhalten«, sagte Stöhr.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es ab Mittwoch, 3. November, im Kartenbüro im Klaus-Havenstein-Weg. Telefonisch unter 0 61 01/55 94 55 per E-Mail über tickets@bad-vilbel.de. Weitere Infos auch im Internet unter www.kultur-bad-vilbel.de.

Wasserburg bekommt einen zweiten Zugang

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