10. September 2010, 18:20 Uhr

Wie Zebrahaie auf dem Meeresgrund schlafen

Bad Vilbel (koe/pm). Schlafende Haie haben sich die Taucher der Unterwasserarbeitsgemeinschaft (Uwage) im Süden Thailands angesehen. Die Sportler - unter anderem auch aus Bad Vilbel - tauchen seit vielen Jahren und haben immer die Umwelt im Blick. Sie wollen verstehen, was in den Tiefen des Meeres vor sich geht und setzen sich dafür, ein dass diese einzigartige Natur nicht zerstört wird.
10. September 2010, 18:20 Uhr
Die Uwage-Taucher (v. l.) Jochen Brünner, Harald Brünner, Bernd Ehlers, Sukanya Ehlers und Christian Mietz. (Foto: pv)

Die Gruppe um Gründer Bernd Ehlers möchte vermitteln, wie wichtig Umweltschutz ist. Daher macht er seit Jahren Filme von seinen Tauchgängen und präsentiert diese öffentlich oder an Schulen. In der Alten Mühle zeigte er beispielsweise im vergangenen Jahr einen Film über seine Reise in die Adamanensee. Die Ausrüstung für seine Einsätze entwickelt und baut er alle selber. Einfach so tauchen geht bei Ehlers nicht. Alle Mitglieder haben viel Erfahrung und trainieren regelmäßig in Eschborn und Königstein. Harald und Jochen Brünner kommen beide aus der Quellenstadt und waren bei der Exkursion dabei.

Ehlers und seine fünf Mitstreiter waren zwischen drei und fünf Wochen vor der Inselwelt Koh Lanta im Indischen Ozean im Süden Thailands unterwegs. Ziel war der Koh Lanta Nationalpark mit 15 angeschlossenen Inseln. Sie drehten dort weitere Unterwasseraufnahmen der Adamanensee, damit schließlich ein umfassender Dokumentarfilm über diese Gegend entstehen kann.

Für ihre Reisen und Filme investieren die Mitglieder viel Geld und Freizeit: »Wir finanzieren die Unternehmungen aus eigener Tasche. Unser Antrieb ist die Begeisterung für die Unterwasserwelt«, so Gründer Ehlers.

Bei der Exkursion in den Süden Thailands sahen sich die Taucher schlafende Haie genauer an: Die bis zu 3,50 Meter großen Zebrahaie halten sich am Tag auf dem Grund vor den unbewohnten Inseln des Nationalparks auf. Von den Einheimischen werden sie Leopardenhaie genannt. Die Haie ernähren sich von den am Meeresboden lebenden Tiere, die sie in der Nacht erbeuten - tagsüber schlafen sie überwiegend. »Für den Menschen sind die Zebrahaie ungefährlich. Es kann aber sein, dass ein ausgewachsenes Tier in seiner Ruhephase erschreckt und es zu einer Kollision kommt«, berichtet Ehlers.

Zu ihrem Namen kommen die Haie durch die Jungtiere. Sie sind zu Anfang gestreift, ähnlich wie ein Zebra. Später bekommen sie dann aber ein geflecktes Äußeres, weshalb sie als Leopardenhaie bezeichnet werden. »Das ist aber nicht richtig, da es eine gleichnamige andere Art gibt«, erklärt Ehlers.

Umweltschutz ist für die meisten dort lebenden Thailänder nicht wichtig: »Die ältere Generation hat damit nichts am Hut«, sagt Ehlers. Deshalb ist es ihm ein Anliegen, auch vor Ort junge Menschen aufzuklären. Dabei hat der Gruppe ein Dolmetscher geholfen, denn die Filme dreht die Gruppe auf Deutsch. Dabei half in Thailand das Tauchzentrum von Christian Mietz. Er setzt sich ebenfalls für den Erhalt der dortigen Unterwasserwelt ein und versucht bei Behörden und Bewohnern, Sensibilität für dieses Thema zu wecken.

Wer mehr über die Uwage erfahren möchte, oder selber im Verein tauchen will, kann sich im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.uwage.de" text="www.uwage.de" class="more"%> oder über <%LINK auto="true" href="http://www.unterwasser-natur-grafik.de" text="www.unterwasser-natur-grafik.de" class="more"%> informieren. Telefonisch sind die Mitglieder unter 0 61 95/6 33 58, 0 61 74/46 20 oder 0 61 01/8 88 15 zu erreichen.



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