05. Mai 2010, 17:10 Uhr

Nachwuchstenor Catalin Mustata brilliert

Bad Vilbel. Mit anhaltendem Applaus dankten die vielen Konzertbesucher in der Heilig-Geist-Kirche Chor und Solisten. Sie waren Zeugen eines bemerkenswerten Eröffnungskonzertes der Reihe »VilBelMonte«-Konzerte auf dem Heilsberg. Im Mittelpunkt stand das Gebet Vaterunser.
05. Mai 2010, 17:10 Uhr
Harfenistin Tanja Letz und Organist Benjamin Dippel (links). Sechs Choristen von »VilbelMonte« singen Rheinbergers Motette »Abendlied« (Fotos: cf)

Die musikalischen Variationen zum Vaterunser ergänzte Pfarrerin Dr. Irene Dannemann mit Texten, die sie abwechselnd zum Repertoire der Sänger und Musiker vortrug.

Die Gemeindepfarrerin hatte sich in ihrer dreimonatigen Studienzeit in 2005 intensiv mit dem zentralen Gebet des Neuen Testaments beschäftigt. Das Vaterunser ist das einzige Gebet, das nach dem Neuen Testament Jesus von Nazaret selbst seine Jünger zu beten gelehrt hat. Es ist die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: »Der Geist hilft unserer Schwachheit auf; denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen.«

Bereits zum zweiten Mal spielte der Alsfelder Organist Benjamin Dippel bei einem Konzert auf dem Heilsberg die Orgel. Er interpretierte Georg Böhms und Dietrich Buxtehudes »Choralberarbeitungen« des Gebetes sowie Johann Sebastian Bachs Passacaglia c-Moll BXV 582. Ihre Premiere in Bad Vilbel gaben beim ersten Konzert der neuen »VilBelMonte«-Reihe mit der Berliner Harfenistin Tanja Letz und dem Bukarester Tenor Catalin Mustata gleich zwei Solisten. Die Harfenistin war solo zu hören bei Johann Ladislaus Dusseks »Sonata für Harfe« und Marcel Tourniers Etüde de concert »Au matin«. Die 16 Sänger und Sängerinnen des Projektchores sangen das Vaterunser auf Latein, Französisch, Tschechisch und Deutsch.

Zum Repertoire gehörte von Franz Liszt das »Pater noster« und die von Josef G. Rheinberger komponierte bekannte Motette für sechsstimmigen gemischten Chor »Abendlied«. Die größte Herausforderung für alle Instrumentalisten und Sänger war die 1901 von Leos Janáãek komponierte Kantate für Tenor, Chor, Orgel und Harfe. Sie wurde im Original auf Tschechisch gesungen.

Die Fremdsprache allein stellte nicht die einzige Herausforderung des sehr anspruchsvollen Stückes dar. Bravourös meisterte Tenor Catalin Mustata die hohe Stimmlage im Hauptwerk des Konzertes. Der Solist mit der brillanten Stimme studiert seit letztem Jahr in der Gesangsklasse von Professor Thomas Heyer an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Einziger Kritikpunkt des gelungenen Konzertes ist, dass das Publikum die auf der Empore stehenden Sänger und Instrumentalisten zwar hörte, aber nicht sah.

Das zweite Konzert der Reihe ist am 15. Mai eine Operngala. »Akkordeon goes classic« lautet das Motto des dritten Konzertes am 29. Mai. »Filmmusik - berühmte Filmhits« erklingen am 12. Juni, und das fünfte Konzert am 26. Juni trägt den Titel »Die fürchterlichen Fünf«.

Christine Fauerbach

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