17. April 2009, 18:46 Uhr

Musikschule bekommt endlich Übungsraum für Rockbands

Bad Vilbel (süd). Knapp 700 000 Euro an Bundesmitteln und etwa 2,25 Millionen Euro Landesmittel erwartet die Stadt aus den jüngst aufgelegten Investitionsprogrammen. Am Freitag stellte Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr zusammen mit Bauamtsleiter Erik Schächer die Projekte vor, die er der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen wird. Neben energetischen Maßnahmen für zwei Kindertagesstätten und eine Sporthalle stehen ein Anbau für die Musikschule und ein neuer Kunstrasenplatz im Bereich der Sportanlage an der Huizener Straße ganz oben auf der Liste.
17. April 2009, 18:46 Uhr
Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (r.) und Bauamtsleiter Erik Schächer stellen die Maßnahmen vor, für die sie Fördermittel beantragen wollen. (Foto: Südhoff)

Für das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes schlägt die Stadtspitze energetische Maßnahmen an den Kitas »Zwergenburg« in Massenheim und »Rasselbande« in Dortelweil-Alt für zusammen rund 730 000 Euro vor. Beide Einrichtungen sind rund 40 Jahre alt. Es sei wirtschaftlich, die Außenhülle nun komplett zu erneuern, erläuterte Schächer. Zudem werde die Qualität der Kitas erhöht. Damit seien dann alle Kindertageseinrichtungen der Stadt auf einem relativ modernen Stand, erklärte Stöhr. Man habe auch die von den Grünen vorgeschlagene energetische Sanierung des Georg-Muth-Hauses untersucht. Hier seien jedoch über drei Millionen Euro erforderlich, »das sprengt das Programm«. Vor dem Hintergrund des geplanten Neubaus einer Sporthalle auf dem Heilsberg und der damit einhergehenden Nutzungs- und Profiländerung für das Georg-Muth-Haus sei es sinnvoller, diese Sanierung zu schieben.

Von den Geldern aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes will Stöhr für 200 000 Euro am Marktpavillon einen Anbau für die Musikschule errichten. Diese erhielte damit die sehnlichst erwünschten Probenräume für Jazz, Rock und Pop. Drei Funktionsräume sind geplant, ein Bandprobenraum, einer für Schlagzeugunterricht sowie einer für Kleingruppen. Der eingeschossige Anbau an die Probenräume der Stadtkapelle soll rund 70 Quadratmeter umfassen und löse ein drängendes Problem der Musikschule, berichtete der Bürgermeister.

Auf der Fläche des Hartplatzes der Sportanlage der Kernstadt soll ein Kunstrasenplatz neu gebaut werden. Hierfür sieht der Bürgermeister eine Investitionssumme von 750 000 Euro vor. Da ein Vergleich mit Nachbarn dieses Platzes im Herbst auslaufe, könnten die Trainingszeiten dann ausgeweitet werden, berichtete Stöhr von einer entsprechenden Prüfung des Rechtsamtes. Ein Kunstrasenplatz könne häufiger genutzt werden und würde insbesondere im Bereich des Jugendtrainings des FV Bad Vilbel zu spürbaren Entlastungen führen. Auch der Schulsport würde davon profitieren.

150 000 Euro sollen in die Sanierung des Schützenhofstegs gesteckt werden. Wie Schächer erläuterte, seien in der Vergangenheit tragende Teile nicht gegen Rost geschützt worden, sodass Arbeiten unabdingbar fällig seien. Ein Neubau der 29 Meter langen Brücke sei jedoch doppelt so teuer, deshalb sehe man davon ab. Für 260 000 Euro soll ein Löschgruppenfahrzeug mit einem 1200 Liter fassenden Wassertank für die Feuerwehr in Dortelweil gekauft werden.

Außerdem vorgesehen sind energetische Maßnahmen an der Sporthalle in Dortelweil-Alt (500 000 Euro), die Sanierung der südlichen Außenwand der Burg (325 000), die Erneuerung des Brennwertkessels des Hallenbads (140 000) und die Errichtung eines Bolzplatzes auf der Zigeunerwiese auf dem Heilsberg (20 000).

Förderfähig sind nur Maßnahmen, die nicht im Haushaltsplan für das laufende Jahr veranschlagt sind. Stöhr freute sich, dass die SPD offenkundig einige der von ihm den Fraktionen übermittelten Projekte und Zahlen für eine eigene Pressemitteilung übernommen habe. Andere Vorschläge der Sozialdemokraten wies er zurück.

So sei es nicht möglich, im Rahmen des Investitionsprogramms Hochborde an Bushaltestellen abzusenken. Die Mittel dürften in diesem Bereich nur für Sanierungen oder Lärmschutz eingesetzt werden. Für die Beseitigung der »Stolperfallen« in der Frankfurter Straße würde es kein Fördergeld geben, weil dafür bereits Gelder im Haushalt eingestellt seien. Und das Feuerwehrgerätehaus auf dem Heilsberg habe er ausgeklammert, weil hier zunächst noch schwierige Grundstücksverhandlungen zu führen seien. Die Maßnahmen, für die Investitionsgelder genehmigt werden, müssen aber noch in diesem Jahr beginnen.

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