01. April 2009, 19:48 Uhr

In Gemeinschaft schmecken Möhren viel besser

Bad Vilbel (koe). Vollkornbrot, Obst und Gemüse, dazu Wasser oder Milch - so sieht ein gesundes Frühstück aus. Schokocreme oder Cornflakes klingen für viele Kinder aber weitaus interessanter.
01. April 2009, 19:48 Uhr
Gerne nimmt sich Niklas (6) Trauben, Möhren und Tomaten, die ihm Antje Grimmer, Geschäftsführerin bei »tegut«, anbietet.

Bad Vilbel (koe). Vollkornbrot, Obst und Gemüse, dazu Wasser oder Milch - so sieht ein gesundes Frühstück aus. Schokocreme oder Cornflakes klingen für viele Kinder aber weitaus interessanter. Die Kindertagesstätte »Arche Noah« der evangelischen Christuskirchengemeinde befasst sich schon seit langem mit gesundem Essen. Einmal pro Woche wird Frühstück für alle eingekauft, außerdem putzen alle nach den Mahlzeiten ihre Zähne. Die Vorschulkinder haben bereits eine Menge gelernt. Sie wissen, was gesund ist, und was nicht. Gestern Vormittag kamen sie bei »tegut« zusammen, um ihr Wissen zu testen und als Belohnung die gesunden Sachen aufzuessen.

Einen Bollerwagen voller Leckereien präsentierte Nick Fischer, Student bei der Supermarktkette, den Kindern. Die Jungen und Mädchen sollten die gesunden Sachen erkennen, diese kamen auf den Tisch. Die ungesunden wanderten dagegen in eine separate Kiste. »weg damit«, lautete die Devise.

Die 21 Kinder wussten genau, wie die einzelnen Lebensmittel zu bewerten waren. Bananen sind gesund, Eistee und Schokokekse nicht. Beim Toast waren die Kleinen etwas unsicher. Doch extra für die Kinder gebackenes Dinkelvollkornbrot wurde dankbar angenommen. Mitten im Verkaufsraum schmierten sich alle ihre Brote, nahmen Möhren, Tomaten, Käse und Honig dazu: »Eltern sagen uns oft, dass ihre Kinder zu Hause kein Obst Essen. In der Kita langen sie aber zu«, sagte Erzieherin Ann-Katrin Ries. »Sie essen gesund, weil es alle machen«, ergänzte ihre Kollegin Kristin Schmitt.

Das nehmen die Erzieherinnen zum Anlass, sich gemeinsam auch um gesunde Zähne zu kümmern. Zahnärztin Dr. Anke Czaja besucht regelmäßig die »Arche Noah« und erklärt, wie die Kinder ihre Zähne putzen sollen. Außerdem macht sie ihnen klar, dass Zucker und Süßigkeiten ab und zu in Ordnung sind, aber Zähneputzen das Wichtigste ist: »Verbieten und verteufeln bringt nichts. Dann machen es die Kinder heimlich«, meint Czaja.

Und so wurden Brote geschmiert, Karottenstücke geknabbert, Tomaten geviertelt und neue Wurst- und Käsesorten probiert.

An die ungesunden Dinge in der Kiste verschwendete keiner mehr einen Gedanken. So aß auch ein Junge die Banane, über die er vorher sagte: »Die schmecken mir aber nicht.«

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