02. Juli 2008, 16:46 Uhr

Den älteren Bürgern das Leben leichter machen

Bad Vilbel (mw). Mit neuem Motto sowie einigen zusätzlichen Kursangeboten und Fahrten wartet das Seniorenbüro der Stadt in der zweiten Jahreshälfte auf. Der Fachbereichsleiter Soziale Sicherung, Klaus Jäger, die Leiterin des Seniorenbüros, Marianne Sahner-Völke, und Erster Stadtrat Jörg Frank stellten gestern das Seniorenprogramm für Juli bis Dezember vor.
02. Juli 2008, 16:46 Uhr
Das Halbjahresprogramm des Seniorenbüros präsentieren (v.l.) die Leiterin Marianne Sahner-Völke, Erster Stadtrat Jörg Frank und Fachbereichsleiter Soziale Sicherung, Klaus Jäger. (Foto: Wiener)

Freuen dürfen sich alle ab 50-Jährigen erstmals auf die Holzwerkstatt, wo sich die Teilnehmer laut Broschüre »nicht auf dem Holzweg« befinden, und den Kurs Digitale Bildbearbeitung. Roland Ascher erklärt in der Holzwerkstatt Wissenswertes über Material sowie Werkzeug und lässt auch Raum zur Verwirklichung von eigenen Ideen, während Thomas Jäger mit dem Programm Adobe Photoshop Elements die digitale Bildbearbeitung näherbringt.

Ebenso neu ist eine Fahrt zur Seniorenmesse 50+ in Mannheim am 24. Oktober. »Wir wollen ein breites Spektrum anbieten, um das Leben für die Senioren leichter zu machen«, begründet Marianne Sahner-Völke die Aufnahme der Seniorenmesse in das Vilbeler Programm.

Aufgrund des großen Andrangs bei den Nordic-Walking-Kursen ist das Angebot für die Männer und Frauen mit den Stöcken erweitert worden. »Der sichere Fuß« heißt der Kurs für Gedächtnistraining, Sturzprophylaxe und sicheres Gehen, der neben dem Präventionskurs (»Nordic-Walking lernen – aber richtig«) zur Wahl steht.

Bewährt haben sich nach Angaben von Jäger die Kurse, die von dem Seniorenbüro initiiert worden sind und mittlerweile selbstständig weiterlaufen. Dazu gehören beispielsweise die Fotowerkstatt, der Kegelclub und die Oldtimerfreunde. »Wir haben die Sache ins Leben gerufen, und Ehrenamtliche haben die Leitung übernommen«, zeigt sich der Fachbereichsleiter zufrieden über die Entwicklung. Ebenso eingespielt sei die Theatergruppe, bei der Ehrenbürgermeister Günther Biwer die Ehre der Männer hochhält. Ende des Jahres ist eine Aufführung geplant. In welchem Rahmen diese stattfindet, ließ Sahner-Völke allerdings noch offen.
85 000 Euro investiert die Stadt im Jahr für die »Aktive Freizeit« (Broschürenüberschrift) der Senioren ab 50 Jahren. Doch ganz ohne eine Eigenbeteiligung der älteren Bürger geht es nicht. »Was gut ist, kostet eben auch gutes Geld«, rechtfertigt Sahner-Völke die zumeist erhobenen Teilnehmerbeiträge. Jäger betont jedoch, dass keiner ausgeschlossen werde. »Sollte es sich jemand finanziell nicht erlauben können, finden wir eine Lösung, und derjenige kann in jedem Fall mitfahren«, stellt der Fachbereichsleiter klar. Um die gestiegene Arbeit im Seniorenbüro, die sich auch als »Lebensberatung und Vermittler von Hilfeleistungen« sieht, bewältigen zu können, wurde die Anzahl der Stellen im vergangenen Jahr von 2,5 auf drei ausgeweitet. Nach neuesten Statistiken aus dem Bürgerbüro leben alleine rund 6300 Menschen über 65 Jahre in der Brunnenstadt.
Nur diese Altersgruppe kommt für die Fahrt nach Neustadt an der Weinstraße infrage. Am
2. und 3. September werden jeweils rund 450 Senioren die Möglichkeit haben, die Perle der Pfalz mit ihrer historischen Altstadt zu besichtigen.
Mit der Vorstellung der Broschüre präsentierten die Verantwortlichen auch das neue Motto des Seniorenbüros. »Der Spaziergang beginnt« lautet der Leitsatz, der nach Marianne Sahner-Völkes Worten »Kraft und Lust auf die neue Lebensphase« machen soll. Das zweifarbige Logo zeigt einen hüpfenden Senior mit Krückstock, der »eine Mischung aus Lebensfreude und Aktivität« demonstrieren soll.
Ideen für 2009 haben Jäger und Sahner-Völke auch schon. Zur Konkretisierung sollen zunächst die Regionalkonferenzen ausgewertet werden. Dort hatten jeweils in den Stadtteilen alle Träger von Seniorenarbeit mit dem Seniorenbüro über mögliche Lücken im Programm für ältere Bürger beraten.
Die Broschüre »Aktive Freizeit« liegt ab sofort in Apotheken, Sparkassen und Banken, in der Stadtverwaltung, in öffentlichen Gebäuden wie Bücherei und Schwimmbad sowie einigen Geschäften in den Stadtteilen aus. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0 61 01/602-316 oder
-314 sowie im Internet unter www.bad-vilbel.de.



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