18. Oktober 2015, 13:53 Uhr

Bahn erfasst Polizeiauto

Bad Vilbel (pob/ach). Großes Glück im Unglück hatten eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter sowie der Lokführer und die Insassen eines Zuges der Regionalbahn am Samstagabend gegen 21 Uhr. Der Streifenwagen kollidierte in Gronau während eines Einsatzes mit einem Zug der Niddertalbahn.
18. Oktober 2015, 13:53 Uhr
Der Streifenwagen der Polizei wird bei dem Zusammenstoß mit der Niddertalbahn komplett zerstört. Dennoch wird niemand verletzt – weder im Auto noch in der vollbesetzten Regionalbahn. (Fotos: pob)

Kurz zuvor hatte die Polizei die Mitteilung, erhalten, dass in der Feldgemarkung Gronau eine landwirtschaftliche Maschinenhalle aufgebrochen werde Auf der Anfahrt zum Tatort nutzte eine Streife der Polizeistation Bad Vilbel die Berger Straße, um in die Feldgemarkung zu gelangen.

Am dortigen unbeschrankten Bahnübergang kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Streifenwagen und einer aus Richtung Bad Vilbel kommenden Regionalbahn der Linie nach Glauburg-Stockheim, auch »Stockheimer Lieschen« genannt. Der Streifenwagen wurde durch die Bahn 25 Meter mitgeschleift. Dennoch konnte die Streifenbesatzung, eine 31-jährige Polizistin und ihr 35-jähriger Kollege, nahezu unverletzt aus dem massiv zerstörten Fahrzeug aussteigen.

Strecke nach zwei Stunden geräumt

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde auch in der voll besetzten Regionalbahn niemand verletzt. Die Bergung der Unfallbeteiligten gestaltete sich allerdings nach Polizeiangaben schwierig, da der Zug durch den Unfall ebenfalls schwer beschädigt wurde. Durch die professionelle Zusammenarbeit der alarmierten Rettungskräfte von Bundespolizei, Feuerwehr Gronau und dem Notfallmanagement der Bahn gelang es, die Strecke bis etwa 23 Uhr zu räumen. Die Passagiere wurden unterdessen mit einem bereitgestellten Bus an ihr Reiseziel gebracht.

Der entstandene Sachschaden an der Regionalbahn beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Beim Streifenwagen entstand Totalschaden.

Die Gronauer Feuerwehr war nach Angaben von Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll mit neun Kräften im Einsatz. Sie leuchteten die Unfallstelle aus und halfen den Zuginsassen beim Umsteigen in den kurzfristig bereitgestellten Bus.



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