13. November 2014, 18:48 Uhr

Bauhof-Dauereinsatz: Laub wird zum Schwergewicht

Bad Nauheim (cor). 9000 Bäume gibt es in der Kurstadt, alleine 4000 davon stehen in den Parkanlagen. Was die Laubentsorgung im Herbst angeht, sind die städtischen Mitarbeiter derzeit im Dauereinsatz. Zwischen 10 und 20 Tonnen Laub kommen, je nach Feuchtigkeit, alleine bei der Grünpflege in der Hauptsaison wöchentlich zusammen.
13. November 2014, 18:48 Uhr
Ganz ohne Lärm geht’s nicht: Laubbläser und Kehrgeräte kommen zum Einsatz. (Foto: Corinna Weigelt)

Dabei sind immer noch die lauten Laubbläser im Einsatz, weniger störende Geräte sind in der Erprobungsphase. Auch die Kehrmaschinen holen jede Menge Laub von den Straßen, nicht nur für ein sauberes Stadtbild, sondern vor allem um für Verkehrssicherheit zu sorgen. Ebenso werden die Grünflächen immer noch gemäht.

In Bad Nauheim müssten 125 Hektar städtische Flächen und Parkanlagen vom Laub befreit werden, wie Steffen Schneider, Fachbereichsleiter des Kur- und Servicebetriebs, erklärt. 57,4 Hektar davon sind Grünflächen. Zuständig seien der Fachdienst für Park- und Grünpflege (Parkanlagen) und der Kur- und Servicebetrieb (übrige Flächen). Während schon vor 7 Uhr die ersten Kehrmaschinen Straßen für den Berufsverkehr säubern, werden Geräte in anderen Teilen der Stadt erst ab 7 Uhr eingesetzt. »Damit soll auf die Wohngebiete Rücksicht genommen werden«, sagt Erste Stadträtin Brigitta Nell-Düvel. Wichtig sei es, allen Interessen gerecht zu werden. Ab dem 1. Dezember kämen die Maschinen in Wohngebieten erst ab 7.30 Uhr zum Zuge.

Vorrangig sei bei der Laubbeseitigung die Verkehrssicherungspflicht, durch feuchtes Laub entstehe schnell Rutschgefahr. Eine Pflicht, die auch für private Haushalte gelte, wie Patricia Hofmann vom Kur- und Servicebetrieb ergänzt. Das Laub von den Gehwegen auf die Straße zu schieben, sei nicht erlaubt. Einmal pro Woche sollten die Wege vor dem Haus gesäubert werden. Zur Herbst- und Winterzeit sei bewusster auf rutschiges Laub oder Glätte zu achten.

Im Verlauf des Tages kommen in der Kurstadt auch Laubbläser zum Einsatz. Da diese Geräte reichlich Lärm machen, seien bereits, wenn auch nur vereinzelt, Beschwerden bei der Stadt eingegangen. Kurioserweise sei bei einer Nachprüfung herausgekommen, dass es sich dabei um Laubbläser in privaten Haushalten oder von Hausmeistern gehandelt habe, wie die Erste Stadträtin erklärt. Trotz allem habe die Stadt bereits über ein Umrüsten der Laubbläser, die mit Benzingemisch angetrieben werden, auf Elektrogeräte nachgedacht. Vielerorts werden diese bereits eingesetzt. »In der vergangenen Woche haben wir solche Geräte auf dem Bauhof vorgeführt«, erklären Schneider und der städtische Mitarbeiter Siegfried Labitzke, der als Teamleiter im Kurpark für die Laubentsorgung zuständig ist. Es werde in Erwägung gezogen, nach und nach auf geräuschärmere Geräte umzusteigen. Allerdings seien Elektrogeräte weniger effektiv als Benziner, sagt Hofmann. Was die Laubentsorgung angehe, habe die Stadt für die Mitarbeiter mehrere Laubcontainer aufgestellt. »Es wäre aufwendiger, ständig zum Bauhof zu fahren.«

Seit Oktober werden die Biotonnen im zweiwöchigen Rhythmus geleert. Sollte mehr Laubabfall vorhanden sein, könnten wie gehabt die Laubsäcke der Stadt genutzt werden. Diese sind zum Preis von 1 Euro im Bürgerbüro der Stadt, im Laden am Hochwald und auf dem Bauhof erhältlich.

Schon jetzt seien die städtischen Mitarbeiter auf den Winterdienst vorbereitet. »Der Bereitschaftsplan steht bereits seit dem 31. Oktober«, berichten Nell-Düvel und Schneider. Alle Streukisten wurden im Stadtgebiet aufgestellt. »Es könnte morgen schneien, die Mitarbeiter wären sofort im Einsatz.« Zur Glatteisbekämpfung genutzt werde wieder hoch gradierte Sole aus den Gradierbauten IV und V, meint Schneider.

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