17. Juni 2014, 10:48 Uhr

Balkan-Hilfsaktion: Überwältigende Resonanz

Bad Nauheim (cor). Schnelles Handeln war gefragt. Als Mitte Mai die schlimme Flutkatastrophe über den Balkan hereinbrach, waren viele Menschen in kürzester Zeit obdachlos. In Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien waren fast 1,6 Millionen Einwohner vom Hochwasser betroffen. Eine in Bad Nauheim gestartete Hilfsaktion stieß auf sehr große Resonanz.
17. Juni 2014, 10:48 Uhr
Tanja Pawlik und ihre Kollegen bereiten die Hilfsgüter in Bad Nauheim für den Transport vor. (Foto: Corinna Weigelt)

Nicht zuletzt durch eine persönliche Verbundenheit starteten Tanja Pawlik und Rasko Peric von der Marketingagentur »Milch & Zucker« eine interne Hilfsaktion für den Balkan. Unterstützung erhielten sie von Kollegen und Freunden. Doch damit nicht genug. Eine zweite Aktion wurde kurzerhand organisiert, die Agentur startete einen Aufruf in der WZ, bat um Unterstützung seitens der Bad Nauheimer – und stieß auf eine überwältigende Resonanz.

»Bereits am ersten Tag kamen viele und brachten Sachspenden«, erzählt Tanja Pawlik. Zur Verfügung gestellt wurden Kleidung, Wasser, Bettwaren und Decken, Nahrungsmittel, Schuhe, Schlafsäcke, und Hygieneartikel.

Beeindruckt zeigte sich das Organisatorenteam, weil auch Menschen spendeten, die selbst nicht gerade vermögend gewirkt hätten. »Darunter waren zahlreiche ältere Bürger, die sicherlich selbst nur eine geringe Rente beziehen.« Anschließend wurden die Spenden sortiert und in großen Kisten und Säcken verstaut. Am Samstag machte ein sechsköpfiges Helferteam alles fertig für den Abtransport. Zwei Lkw-Anhänger wurden gefüllt und nach Frankfurt gefahren.

Während die ersten Hilfsgüter bereits vor zwei Wochen im Generalkonsulat abgegeben worden waren, erhielt diesmal die orthodoxe Kirche in Frankfurt alle weiteren Sachspenden. Von hier aus ging es gleich weiter in die Krisengebiete. Vorab wurde alles in Kisten der Malteser umgeladen und genau registriert. »Wir haben in Frankfurt noch mal mit angepackt und den Lkw beladen«, sagt Tanja Pawlik.

Auch die Serbische Zeitung sei darauf aufmerksam geworden, habe vor Ort berichtet.

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